NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Montag deutlich nachgegeben. Die verschärfte Lage im Nahen Osten und die stark gestiegenen Ölpreise belasteten. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) fiel um 0,37 Prozent auf 109,67 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen stieg auf 4,50 Prozent.
Für dich zusammengefasst:
Die Kurse von US-Staatsanleihen gaben deutlich nach.
Die Rendite der zehnjährigen Anleihen stieg auf 4,50 Prozent.
Teheran stellte den Austausch von Nachrichten mit den USA ein.
Stark gestiegene Ölpreise heizen erneut die Inflationserwartungen an. Die in der vergangenen Woche erhoffte Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran blieb aus. Die Lage verschärfte sich zuletzt sogar.
Teheran werde den Austausch von Nachrichten mit den USA aus Protest gegen die Eskalation Israels im Libanon einstellen, berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine Erklärung. Der Iran und die "Achse des Widerstands" hätten die vollständige Sperrung der Straße von Hormus und der Straße von Bab al Mandab am Horn von Afrika auf ihre Agenda gesetzt. Das iranische Verhandlungsteam werde "Gespräche und den Austausch von Dokumenten über Vermittler" aussetzen, hieß es von Tasnim.
Die Festverzinslichen reagieren stark auf die Ölpreisentwicklung. Seit Kriegsbeginn Ende Februar sind die Inflationserwartungen deutlich gestiegen. Der Ölpreisschub belastet die US-Wirtschaft weniger, da sie über große Ölvorkommen verfügen.
So hat sich die Stimmung in der US-Industrie im Mai überraschend deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex stieg stärker als von Volkswirten erwartet und signalisiert weiterhin eine Belebung der wirtschaftlichen Aktivität. "Damit zeigt sich, dass die US-Konjunktur bislang widerstandsfähig gegenüber geopolitischen Herausforderungen ist", kommentierte Ulrich Wortberg, Volkswirt bei der Helaba. "Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass Marktteilnehmer auf Zinserhöhungen seitens der US-Notenbank setzen"./jsl/jha/
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