- Arca plant eine Munitionsfabrik in Estland zu bauen.
- Die Investition für das Werk beträgt 300 Millionen Euro.
- Die Produktion soll im Jahr 2028 beginnen.
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"Mit dem Aufbau einer Produktion für großkalibrige Munition unternimmt Estland einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung seiner Verteidigungsfähigkeiten und seiner Munitionsindustrie", wurde Verteidigungsminister Hanno Pevkur in der Mitteilung zitiert.
Demnach sollen in dem Werk 155-mm-Artilleriemunition, Mörsermunition verschiedener Kaliber und 122-mm-Raketen produziert werden. Dafür will Estland ein 141 Hektar großes Grundstück in einem Industriepark und die Infrastruktur rund um die Fabrik zur Verfügung stellen. Eine offizielle Vereinbarung soll Anfang Mai in der Türkei unterzeichnet werden.
Estland lehnte Angebot von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) ab
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine wird in Estland als direkte Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen. Die Regierung in Tallinn hat daher die Militärausgaben deutlich erhöht, rüstet die Armee massiv auf und stärkt die Entwicklung der eigenen Rüstungsindustrie. Gleiches tun auch die beiden anderen Baltenstaaten Lettland und Litauen, die beim Ausbau der Munitionsproduktion auf deutsche Unterstützung setzen und Abkommen mit Rheinmetall unterzeichnet haben.
Estland dagegen hatte die Bedingungen des von Rheinmetall erhaltenen Angebots als ungünstig bewertet. Stattdessen suchte die Regierung in Tallinn mittels einer öffentlichen Ausschreibung nach einem Munitionshersteller, an der sich der deutsche Rüstungskonzern nach früheren Angaben von Pevkur nicht beteiligt haben soll./awe/DP/nas
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