AT&T schlägt Erwartungen: Mehr Neukunden, mehr Gewinn
Mobilfunkriese AT&T startet besser als erwartet ins Jahr: Mehr Kunden, steigender Gewinn und kräftiges Wachstum bei Glasfaser. Die Bündelung von 5G und Internetanschlüssen zahlt sich im harten Wettbewerb aus.
Der US-Telekommunikationskonzern AT&T hat zum Jahresauftakt stärker abgeschnitten als erwartet und damit ein positives Signal für den hart umkämpften US-Markt gesetzt. Sowohl Umsatz als auch Gewinn lagen über den Prognosen der Analysten. Dennoch fiel die Aktie am Mittwoch vorbörslich zeitweise rund 1 Prozent ins Minus.
Der Konzern profitierte vor allem davon, dass immer mehr Kunden mehrere Dienste gleichzeitig buchen. Besonders gefragt sind Kombi-Angebote aus Mobilfunk, 5G und schnellem Glasfaser-Internet für Zuhause. Konzernchef John Stankey betonte, AT&T sei gut positioniert, weil Kunden zunehmend alles aus einer Hand wollten.
Im ersten Quartal gewann das Unternehmen netto 294.000 neue Vertragskunden im Mobilfunk hinzu. Analysten hatten im Schnitt nur mit rund 262.000 gerechnet. Damit übertraf AT&T die Erwartungen deutlich. Gleichzeitig stieg die Zahl der privaten Internetkunden um mehr als 500.000.
Ein zentraler Wachstumstreiber ist die sogenannte Konvergenzstrategie: Haushalte, die bereits das Heim-Internet von AT&T nutzen, entscheiden sich zunehmend auch für Mobilfunktarife des Konzerns. Nach Unternehmensangaben nutzt inzwischen fast die Hälfte dieser Kunden beide Angebote.
Finanziell lieferte der Konzern ebenfalls ab. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent auf 31,5 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht über den Markterwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,57 US-Dollar nach 0,51 US-Dollar im Vorjahr. Analysten hatten lediglich mit 0,55 US-Dollar gerechnet.
AT&T setzt zugleich auf einen tiefgreifenden Umbau des Geschäfts. Alte Kupfernetze werden schrittweise stillgelegt und durch Glasfaser sowie drahtlose Lösungen ersetzt. Das soll Energiekosten senken und die Wartung deutlich günstiger machen.
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