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dpa-AFX  | 
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Studie: Kaufkraft legt stark zu - 1.466 Euro mehr pro Kopf

BRUCHSAL (dpa-AFX) - Die Kaufkraft der Menschen in Deutschland könnte einer Prognose zufolge in diesem Jahr deutlich stärker steigen als 2025. Im Durchschnitt liegt sie pro Kopf bei 31.193 Euro und damit um 5 Prozent oder 1.466 Euro höher, teilte der Marktforscher NIQ mit. Die Summe steht den Verbrauchern demnach für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit und Sparen zur Verfügung.

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Nach moderaten Anstiegen in den vergangenen Jahren ziehe die Kaufkraft wieder spürbar an, "weil die verfügbaren Einkommen deutlich zunehmen", sagt Markus Frank, Geomarketing-Experte bei NIQ. Grund dafür seien steigende Nettolöhne und Tarifverdienste sowie die Erhöhung des Mindestlohns. Die reale Kaufkraftentwicklung werde jedoch durch eine moderate Inflation und Unsicherheiten in der Zollpolitik gebremst.

Bayern vorn, Berlin unter dem Schnitt

Regional zeigen sich weiterhin große Unterschiede in Deutschland. Menschen in Bayern verfügen laut Studie mit 33.666 Euro pro Kopf im Jahr über rund 8 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Die Plätze zwei und drei belegen unverändert Hamburg (33.019 Euro) und Baden-Württemberg (32.813). Schlusslicht bleibt Bremen mit einer Kaufkraft von 27.172 Euro pro Kopf.

Bei den Landkreisen liegen Starnberg (42.751 Euro) und München (41.355) wie schon im Vorjahr vorn. Beide Regionen liegen bei der Kaufkraft rund ein Drittel über dem Schnitt. Die Rangliste der Stadtkreise mit mehr als 500.000 Einwohnern führt München (40.800 Euro) vor Düsseldorf (35.715) an. Berlin kommt mit 30.178 Euro auf gut drei Prozent weniger als der Bundesdurchschnitt.

Inflation entscheidet maßgeblich

Die von NIQ berechneten Werte sind nominal und berücksichtigen die Inflation nicht. Wie stark der Zuwachs tatsächlich bei den Menschen ankommt, hängt davon ab, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln. Dem Ifo-Institut zufolge dürfte die Inflationsrate in diesem Jahr bei 2,2 Prozent liegen - und damit auf dem gleichen Niveau wie 2025. Das Kaufkraft-Plus betrug im vergangenen Jahr laut NIQ 2,1 Prozent und konnte die Preissteigerungen somit nicht ganz ausgleichen.

In die Auswertung der Marktforscher fließt das verfügbare Nettoeinkommen inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld ein. Nicht berücksichtigt sind die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Mieten und Nebenkosten wie Gas oder Strom sowie Bekleidung. Steigen diese Ausgaben stärker, bedeutet ein Anstieg der Kaufkraft nicht zwangsläufig, dass den Menschen mehr Geld für den Konsum bleibt.

Grundlage der Berechnungen sind unter anderem die Lohn- und Einkommensteuerstatistik, Daten zu staatlichen Leistungen sowie Prognosen der Wirtschaftsinstitute./cr/DP/stk

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