Zeitgleich präsentieren die Unternehmen das Machine Payments Protocol (MPP). Dieser offene Standard ermöglicht es KI-Agenten, eigenständig Produkte und Dienstleistungen zu bezahlen. Der Krypto-Markt erhält damit eine direkte Schnittstelle zu einer der wichtigsten Zukunftstechnologien.
Der Trend im Bereich der künstlichen Intelligenz geht weg von großen Einzelzahlungen hin zu hochfrequenten Mikrotransaktionen. Analysten von McKinsey schätzen, dass autonome Software bis zum Jahr 2030 weltweit Transaktionen im Wert von drei bis fünf Billionen US-Dollar abwickeln wird.
Mit diesem enormen Potenzial wächst naturgemäß der Wettbewerb. Bereits im Mai des vergangenen Jahres brachten Coinbase und Cloudflare einen ähnlichen Standard namens x402 heraus. Bisher wickelte dieses System laut Daten von Artemis mehr als 30 Millionen US-Dollar ab – vornehmlich in Stablecoins.

Tempo positioniert sich von Beginn an breiter als die Konkurrenz. Neben programmierbaren digitalen Dollars integriert das System traditionelle Zahlungswege.
Das Kreditkartenunternehmen Visa hat das Protokoll bereits für sein Netzwerk adaptiert. Das Unternehmen Lightspark ermöglicht darüber hinaus zwar schnelle Zahlungen in Bitcoin über das Lightning Network. Langfristig dürfte sich Stripe jedoch auf Stablecoins fokussieren.
“Bitcoin verarbeitet weniger als zehn Transaktionen pro Sekunde”, heißt es in einem jüngsten Bericht des Unternehmens. “Diese operativen Einschränkungen sind bereits heute erheblich – und werden sich weiter verschärfen, denn die Nachfrage nach Transaktionen dürfte stark zunehmen. Nach unserer Einschätzung werden KI-Agenten schon bald den Großteil der Internet-Transaktionen abwickeln. Blockchains, die mehr als eine Million – oder gar eine Milliarde – Transaktionen pro Sekunde verarbeiten können, dürften damit zur Notwendigkeit werden.”

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