Sitka Gold Corp. (TSX-V: SIG; WKN: A2JG70) hat die finalen Analyseergebnisse aus dem 2025er-Diamantbohrprogramm auf der Rhosgobel-Entdeckung vorgelegt und damit nach eigenen Angaben die bekannte Goldmineralisierung noch einmal ausgedehnt. Rhosgobel liegt innerhalb des zu 100% kontrollierten, ganzjährig per Straße erreichbaren RC Gold-Projekts im Tombstone Gold Belt des kanadischen Yukon. Die jüngsten Resultate untermauern aus Sicht des Unternehmens, dass der in 2025 erbohrte Abschnitt über die gesamte bislang getestete Streichlänge mineralisiert ist – und weiterhin in alle Richtungen offen bleibt!
Neben Gold rückt Sitka Gold auch Wolfram als mögliches Nebenprodukt in den Vordergrund. Zusätzliche WO₃-Ergebnisse aus einem ausgewählten Bohrloch sowie ein erweitertes Analyseprogramm sollen die Wolframverteilung innerhalb der Rhosgobel-Intrusion besser definieren. Damit verbindet das Unternehmen die Veröffentlichung der Bohrergebnisse mit einem Ausblick auf die nächste Arbeitsphase: Bereits im kommenden Monat soll ein vollständig finanziertes, umfangreiches Diamantbohrprogramm anlaufen.
Sitka Gold erweitert Rhosgobel: lange Goldabschnitte nahe der Oberfläche
Im Mittelpunkt der heutigen Meldung stehen zwei lange, vergleichsweise oberflächennahe Goldintervalle. Das Bohrloch DDRCRG-25-033 durchschnitt demnach 150,3 Meter mit 1,49 g/t Gold ab 15,8 Metern Bohrtiefe! Innerhalb dieses Abschnitts weist Sitka Gold mehrere höhergradige Teilintervalle aus, darunter 1,7 Meter mit 26,70 g/t Gold sowie weitere Spitzenwerte in kurzen Abschnitten. Ebenfalls bedeutend: DDRCRG-25-029 lieferte 99,1 Meter mit 1,33 g/t Gold ab 19,8 Metern, inklusive mehrerer Teilintervalle mit erhöhten Gehalten, unter anderem 2,1 Meter mit 8,44 g/t Gold.
Solche breiten Mineralisierungsabschnitte sind vor allem deshalb relevant, weil sie Hinweise auf die Kontinuität eines mineralisierten Systems geben können – insbesondere dann, wenn sie in mehreren Bohrungen wiederholt auftreten. Sitka Gold betont in diesem Zusammenhang, dass alle bislang auf Rhosgobel niedergebrachten Bohrlöcher eine reduzierte intrusion-related Goldmineralisierung (RIRG) durchschnitten hätten. Die Mineralisierung sei dabei an verschiedene Quarz- und Quarz-Turmalin-Gänge sowie Brekzien gebunden, die die quarzmonzonitische Intrusion durchschneiden.
Rhosgobel ist Teil des Clear Creek Intrusive Complex (CCIC), eines Zielgebiets innerhalb des RC Gold-Projekts, das mehrere Zonen umfasst. In der aktuellen Mitteilung ordnet Sitka Gold Rhosgobel rund fünf Kilometer südlich der Blackjack-Zone ein. Insgesamt seien auf Rhosgobel bislang 43 Bohrlöcher mit zusammen 12.722 Metern niedergebracht worden, so das Unternehmen, und die Bohrungen hätten die Goldmineralisierung mittlerweile über eine Streichlänge von etwa 1,1 Kilometern nachverfolgt. Zudem verweist Sitkaauf eine großflächige Oberflächensignatur von rund 2,0 km x 1,5 km, die durch Bodenproben mit Gold-in-Soil-Werten von teils über 500 ppb definiert sei.
Wichtig ist zudem die Aussage, dass die Goldmineralisierung „an der Oberfläche beginnt“, bis in Tiefen von mehr als 400 Metern verfolgt wurde und weiterhin „in alle Richtungen offen“ sei. In der Praxis bedeutet das: Die die Grenzen der Mineralisierung sind noch nicht erreicht, was den Spielraum für neue Erweiterungsbohrungen sowie eine Verdichtung in Schlüsselbereichen eröffnet.
Sitka Gold hat 2025 im RC Gold-Projekt aber natürlich nicht nur auf Rhosgobel gebohrt. Vielmehr wurden innerhalb eines rund fünf Kilometer langen Trends von Rhosgobel Richtung der Blackjack-Lagerstätte mit ihrer bestehenden Ressourcenschätzung über 30.000 Meter gebohrt. Dabei seien an sämtlichen getesteten Zielen Hinweise auf das RIRG-System festgestellt worden und in mehreren Bohrlöchern sei dabei sichtbares Gold dokumentiert worden. Solche Beobachtungen sind zwar kein Ersatz für Laboranalysen, werden in Explorationsmeldungen jedoch häufig als Indikator für das Auftreten goldführender Strukturen hervorgehoben.
Wolfram als möglicher Nebenwert: Sitka Gold untersucht weitere Vorgehensweise
Ein zweiter Schwerpunkt der Nachricht ist Wolfram. Aktuell steigt die Nachfrage nach dem Metall stark – vor allem angesichts seiner Bedeutung in Anwendungen für das Militär, Luftfahrt, Elektronik sowie Werkzeugbau und Bauwesen. Sitka meldet jetzt zusätzliche WO₃-Gehalte (Wolframtrioxid) aus dem Bohrloch DDRCRG-25-004. Dort wurden drei längere Abschnitte ausgewiesen: 85,4 Meter mit 0,138% WO₃ ab 94,0 Metern, 60,1 Meter mit 0,134% WO₃ ab 202,0 Metern sowie 35,0 Meter mit 0,121% WO₃ ab 285,0 Metern. Innerhalb der längeren Intervalle nennt das Unternehmen zudem kurze Teilabschnitte mit deutlich höheren WO₃-Gehalten.
Geologisch führt Sitka Gold die Wolframmineralisierung auf Scheelit zurück, der sowohl in submeter- bis metermaßstäblichen Quarz- bzw. Quarz-Turmalin-Gängen als auch in feineren, zentimeterbreiten, „sheeted“ Quarzadern vorkommen soll. Um die Wolframgehalte belastbar zu erfassen, habe man verschiedene Analytikmethoden gegeneinander getestet. Als zuverlässigstes Verfahren für WO₃ nennt Sitka Gold eine Lithiumborat-Aufschlussmethode mit XRF-Finish; auf dieser Basis sei nun zusätzliche Analytik von rund 5.500 Proben aus 32 Bohrlöchern angelaufen, um die Wolframverteilung innerhalb der Rhosgobel-Intrusion besser zu kartieren.
Nächste Schritte auf dem RC Gold-Projekt: Ressourcenschätzung und 60.000-Meter-Programm
Mit den finalen 2025er-Ergebnissen verbindet Sitka Gold einen klaren Ausblick. Für Rhosgobel sei eine erste Ressourcenschätzung (Mineral Resource Estimate) noch im ersten Quartal 2026 vorgesehen. Parallel dazu soll schon im nächsten Monat ein vollständig finanziertes 60.000-Meter-Diamantbohrprogramm starten. Nach Unternehmensangaben soll es darauf abzielen, die Zonen Rhosgobel, Blackjack und Eiger auszudehnen und zusätzliche Zielgebiete – darunter Bearpaw sowie das Pukelman–Contact-Areal – weiter zu testen.
Damit positioniert Sitka Gold die Rhosgobel-Entdeckung als Baustein innerhalb eines größeren, distriktweiten Explorationsansatzes im RC Gold-Projekt. Die jüngsten Bohrdaten liefern dafür neue Anhaltspunkte zur Geometrie und Kontinuität der Goldmineralisierung – und erweitern zugleich das Arbeitsprogramm um die systematische Bewertung von Wolfram als potenziell relevantem Begleitmetall.
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