DUBLIN (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Anklageerhebung gegen einen mutmaßlichen Drahtzieher der Nord-Stream-Anschläge vorerst nicht kommentieren. Er kenne noch nicht alle Details, sagte er am Abend am Rande eines Besuchs in Irland in einer Pressekonferenz. Er denke, dass sich die zuständigen Behörden aus Deutschland und der Ukraine nun in Verbindung setzten. "Wenn wir mehr Details erhalten, dann können wir sicherlich reagieren", sagte Selenskyj. "Derzeit ist es noch zu früh, etwas dazu zu sagen."
Für dich zusammengefasst:
Selenskyj kommentiert die Nord-Stream-Anklage nicht.
Anklage wurde gegen einen mutmaßlichen Beteiligten erhoben.
Das Oberlandesgericht entscheidet über die Anklagezulassung.
Zuvor war bekanntgeworden, dass im Fall der Anschläge auf die Nord-Stream-Gaspipelines im Jahr 2022 erstmals Anklage gegen einen mutmaßlichen Beteiligten erhoben wurde. Nach Medienberichten wirft die Bundesanwaltschaft einem Ukrainer unter anderem das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und die Zerstörung von Bauwerken vor. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Prozesses entscheiden. Brisant ist der Fall, weil die Ukraine bislang jegliche Verantwortung für die Nord-Stream-Anschläge zurückgewiesen hat./aha/DP/he
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.