ROUNDUP: Warnstreiks der IG Metall in Baden-Württemberg gehen weiter

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STUTTGART (dpa-AFX) - Auch in Baden-Württemberg sind Beschäftigte erneut dem Aufruf zu Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie gefolgt. Einen Schwerpunkt bildete dabei Stuttgart. Im Stadtbezirk Feuerbach kamen neben Beschäftigten des Technologiekonzerns Bosch auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Unternehmen zu einer gemeinsamen Kundgebung zusammen. Unter anderem waren Beschäftigte des Autozulieferers Mahle zum Warnstreik aufgerufen.

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An der Kundgebung dürften sich mehrere Hundert Beschäftigte beteiligt haben. Die IG Metall Stuttgart sowie Bosch sprachen von rund 1.000 Beschäftigten. Eine Sprecherin des Zulieferers Mahle sagte auf Anfrage, es habe dadurch keine betrieblichen Beeinträchtigungen gegeben. In Mannheim hatten laut IG Metall rund 3.000 Beschäftigte bei Daimler (Daimler Aktie) Truck AG und Daimler Buses GmbH die Arbeit niedergelegt und dort an einer Kundgebung teilgenommen.

Bereits am Montag hat es laut IG Metall in Baden-Württemberg an verschiedenen Standorten Warnstreiks gegeben, unter anderem beim Medizintechnik-Unternehmen Aesculap in Tuttlingen.

Kaum Annäherung nach zwei Verhandlungsrunden

In bislang zwei Verhandlungsrunden hat sich kein Abschluss abgezeichnet. Die Gewerkschaft hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 5 Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah.

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Begründet wurde die Offerte unterhalb der Inflation mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland.

Am Donnerstag soll in Ludwigsburg weiter verhandelt werden. "Wir lassen uns nicht mit einer Mogelpackung abspeisen", teilte IG-Metall-Bezirksleiterin Barbara Resch mit. Echte Sicherheit gebe es nicht auf dem Rücken der Beschäftigten und nicht durch das Schleifen von Tarifstandards. "Am Donnerstag muss sich zeigen, ob die Arbeitgeberseite einen ernsthaften Beitrag zur Zukunft der Arbeitsplätze in Baden-Württemberg leisten will", so die Gewerkschafterin./rwi/DP/zb


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