IG Metall plant Warnstreiks in mehr als 2.000 Betrieben

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die IG Metall weitet ihre Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie aus. Nach ersten Protestaktionen unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht am Sonntag sind in dieser Woche Tausende Beschäftigte aufgerufen, kurzfristig die Arbeit niederzulegen. Bis Ende der Woche seien bundesweit Warnstreiks in mehr als 2.000 Betrieben geplant, erklärt die Gewerkschaft.

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Lautstarke Demonstrationen gab es unter anderem in Berlin und Franken. Schwerpunkte im Gewerkschaftsbezirk Mitte sind am Montag Koblenz mit einem Sternmarsch, der Opel-Standort in Kaiserslautern und Betriebe im Frankfurter Umland wie Vitesco, Procter&Gamble oder Rolls Royce. Hier sind auch Proteste im Werk Magdeburg geplant. In Kassel legen Beschäftigte der Daimler (Daimler Aktie) Truck AG und der Paul Beier GmbH befristet die Arbeit nieder.

"Unangebrachtes Säbelrasseln"

Es geht um die Arbeitsbedingungen und Entgelte von rund 3,7 Millionen Beschäftigten, die unter den Flächentarif Metall und Elektro fallen. In bislang zwei Verhandlungsrunden hat sich kein Abschluss abgezeichnet. Betroffen von den zeitlich befristeten Ausständen sind wichtige Industriezweige wie Auto- und Maschinenbau, Elektronik und Metallerzeugung.

Die Gewerkschaft hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 5 Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah. Begründet wurde die Offerte unterhalb der Inflation mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland.

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Die Arbeitgeber in Hessen kritisierten die Warnstreiks als "unangebrachtes Säbelrasseln". "Warnstreiks stoppen die Produktion. Aber nicht den Kostendruck. Wer unter diesen Bedingungen die Produktion zusätzlich ausbremst, schwächt die Standorte, deren Zukunft wir gemeinsam sichern wollen", erklärt der Hauptgeschäftsführer von Hessenmetall, Dirk Pollert, laut einer Mitteilung. Gute Einkommen bräuchten eine wettbewerbsfähige industrielle Basis./ceb/DP/stk


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