- UN-Sicherheitsrat ist besorgt über Gewalt in Al-Faschir.
- Der Rat verurteilt Angriffe der RSF-Miliz auf Zivilisten.
- Blutiger Machtkampf im Sudan dauert seit April 2023 an.
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In einer Sitzung des Rates in New York, die wegen der Eskalation der Lage um einige Tage vorgezogen wurde, warnte die stellvertretende UN-Generalsekretärin für Afrika, Martha Ama Akyaa Pobee, vor einer weiteren dramatischen Verschlechterung der Lage und kritisierte die bisherige Untätigkeit des Gremiums. "Berichte und Warnungen über die sich entfaltende Katastrophe in Al-Faschir liegen seit Monaten vor. Bislang hat der UN-Sicherheitsrat nicht entschieden gehandelt, um eine Verschlimmerung der Situation zu verhindern." Sie forderte den Rat auf, alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um Frieden im Sudan zu verlangen.
Pobee warnte vor Massengräueltaten und ethnisch motivierter Gewalt. "Trotz Verpflichtungen zum Schutz von Zivilisten ist die Realität, dass niemand in Al-Faschir sicher ist", sagte sie. UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher sprach von einer "Hölle" in Al-Faschir mit Massenexekutionen, Vergewaltigungen und Verstümmelungen. Frauen, Kinder und Alte seien auf der Flucht Gewalt und Erpressung ausgesetzt, junge Männer würden verschleppt oder getötet.
Eine Ausweitung des Krieges droht nun im zentralen Bundesstaat Nord-Kordofan. Pobee sagte, die Region sei "wahrscheinlich der nächste Schauplatz militärischer Aktivitäten für die Kriegsparteien". Fletcher berichtete von Kämpfen, die neue Vertreibungen auslösten.
In dem ostafrikanischen Land am Horn Afrikas herrscht seit April 2023 ein blutiger Machtkampf zwischen De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und seinem einstigen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, der die RSF kommandiert. Die UN beschreiben die Lage im Sudan als die größte humanitäre Krise der Welt./cah/DP/jha
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