DUBLIN (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Einladung zum Start der irischen EU-Ratspräsidentschaft für scharfe Kritik an Geschäftsmöglichkeiten russischer Oligarchen in Europa genutzt.
Für dich zusammengefasst:
Selenskyj kritisierte europäische Firmen, die für Russland arbeiten.
Diese Firmen sind im Besitz sanktionierter Oligarchen.
Irland untersucht den Aluminiumoxid-Export nach Russland.
Es gebe Firmen in europäischen Ländern, "deren einziger Zweck es ist, für Russland zu arbeiten", sagte der ukrainische Staatschef bei einer Rede in Dublin. Diese seien im Besitz oder praktisch unter der Kontrolle sanktionierter russischer Oligarchen. "Sie versorgen den Aggressor weiterhin mit essenziellen Materialien, sogar jetzt", so Selenskyj weiter. Er rief die EU dazu auf, die Sanktionen gegen Russland entsprechend zu erweitern.
In Irland hatte zuletzt der Export von Aluminiumoxid nach Russland für Debatten gesorgt. Das Rohmaterial dient zur Herstellung von Aluminium, ist aber auch für die Rüstungsproduktion von großer Bedeutung. Ein Werk in der irischen Grafschaft Limerick war deswegen in die Schlagzeilen geraten.
Der irische Regierungschef Micheál Martin betonte, sein Land wolle "nicht in einer Position sein, in der Material aus einer Fabrik in Irland die russische Kriegsmaschinerie unterstützt." Eine entsprechende Untersuchung stehe kurz vor dem Abschluss. Man werde dann mit der EU-Kommission über das weitere Vorgehen beraten./cmy/DP/he
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