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ROUNDUP: Muskelschwäche-Medikament lässt Kassen bei Biotechfirma Argenx klingeln

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der zunehmende Erfolg seines Muskelschwäche-Medikaments Vyvgart hat dem Biotechspezialisten Argenx erstmals in seiner knapp 20-jährigen Unternehmensgeschichte im Tagesgeschäft einen Gewinn beschert. Allerdings verfehlte der Pharmahersteller im Schlussquartal die Erwartungen von Analysten. Die Börse reagierte am Donnerstag dennoch zunächst positiv, bevor die Kursgewinne abschmolzen.

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Das im EuroStoxx 50 notierte Papier kletterte in der Frühe um bis zu vier Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte Dezember, lag aber um die Mittagszeit mit rund drei Prozent im Minus. Damit ist auch die Kursbilanz 2026 negativ. Seit einem im November erreichten Hoch tut sich die Aktie schwer und hat bisher rund 15 Prozent verloren. In den vergangenen drei Jahren hat sich der Kurs aber etwa verdoppelt. Im September wurde Argenx wegen der starken Kursentwicklung in den bekanntesten europäischen Index aufgenommen.

Bernstein-Analyst Justin Smith schrieb, das operative Ergebnis von Argenx im Schlussquartal habe 14 Prozent unter den durchschnittlichen Markterwartungen gelegen. Zudem sei die Marge 5,3 Prozentpunkte schlechter ausgefallen als gedacht. Zugleich hob er die guten Fortschritte hervor, die Argenx in seiner Forschungspipeline gemacht habe. Diese machten die stark gestiegenen Ausgaben für die Medikamentenentwicklung mehr als wett, die letztlich der Grund für das enttäuschende Jahresende gewesen seien.

JPMorgan-Experte Richard Vosser verwies auf die ebenfalls am Donnerstag präsentierten neuen Forschungsdaten zu Vyvgart. Diese dürften ebenso gut aufgenommen werden wie die Nachricht, dass das Mittel von der US-Arzneimittelaufsicht die Zusage für einen beschleunigten Zulassungsprozess für einen weiteren Anwendungsbereich erhalten habe.

Im vergangenen Jahr konnte Argenx dank der Einnahmen bei Vyvgart seinen Erlös auf knapp 4,2 Milliarden US-Dollar fast verdoppeln, wie das Unternehmen in Amsterdam mitteilte. Dabei toppte der Umsatz mit dem Medikament im Schlussquartal die Erwartungen am Markt.

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Das operative Ergebnis schoss 2025 auf fast 1,1 Milliarden Dollar (Dollarkurs) nach oben. Ein Jahr zuvor hatte Argenx noch einen operativen Verlust von mehr als 21 Millionen Dollar gemacht. Unter dem Strich stieg der Jahresgewinn auf 1,3 Milliarden Dollar nach rund 0,8 Milliarden ein Jahr zuvor. 2024 hatten dem Pharmahersteller ein hoher positiver Steuereffekt und ein starkes Finanzergebnis in die schwarzen Zahlen geholfen.

Das Unternehmen macht seinen Umsatz im Wesentlichen mit Vyvgart. Das Medikament mit dem Wirkstoff Efgartigimod Alfa gilt wegen seines speziellen Wirkprinzips als das erste in seiner Klasse. Es wird unter anderem zur Behandlung gegen die Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis eingesetzt, einer schweren Muskelschwäche. Weitere Studien dazu laufen.

Wie Argenx ebenfalls am Donnerstag mitteilte, wurden bei Tests mit Vyvgart bei okulärer Myasthenia gravis (oMG) - einer Muskelschwäche der Augen - alle wichtigen Studienziele erreicht. Die beschleunigte Zulassung in den USA gilt für die Anwendung bei der seltenen Form der seronegativen allgemeinen Myasthenia gravis (gMG).

Argenx wurde 2008 im belgischen Gent gegründet, wo sich bis heute der operative Sitz des Unternehmens befindet. Rechtlicher Hauptsitz ist Amsterdam./tav/stw/jha/

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