Argenx SE

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WKN:  A11602 ISIN:  NL0010832176 US-Symbol:  ARGNF Branche:  Biotechnologie Land:  USA
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Argenx Aktie Chart

Argenx Unternehmensbeschreibung

Argenx SE ist ein in den Niederlanden registriertes, in Belgien, den USA und weiteren Ländern operierendes Biotechnologieunternehmen mit Fokus auf Autoimmunerkrankungen. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet spezialisierte Antikörpertherapien, die auf der modulierten Regulation des Immunsystems basieren. Im Zentrum steht der Wirkstoff Efgartigimod, ein neuartiger FcRn-Antagonist, der für verschiedene seltene Autoimmunerkrankungen klinisch entwickelt und in ersten Indikationen bereits vermarktet wird. Argenx positioniert sich als fokussierter Spezialist für immunvermittelte Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf und setzt auf eine transatlantische Struktur mit F&E-Schwerpunkt in Europa und einer stark ausgebauten Präsenz im US-Markt.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Argenx beruht auf der Wertschöpfung aus proprietären Antikörperplattformen entlang der gesamten Biopharma-Wertkette: von präklinischer Forschung über klinische Entwicklung bis hin zu Zulassung und Vermarktung ausgewählter Produkte in Eigenregie. Kern ist eine forschungsgetriebene Pipeline, in der Argenx zumeist in frühen Phasen die wissenschaftliche und klinische Kontrolle behält und bei Bedarf in einzelnen Regionen mit strategischen Partnern kooperiert. Einnahmequellen entstehen aus:
  • Eigenvermarktung von Spezialtherapeutika in definierten Kernmärkten
  • Kooperations- und Lizenzvereinbarungen mit Pharmaunternehmen
  • Upfront-Zahlungen, Meilensteinzahlungen und potenzielle Umsatzbeteiligungen aus Partnerschaften
  • l>Das Unternehmen konzentriert sich auf seltene, schwer behandelbare Autoimmunerkrankungen, in denen hohe Therapiekosten pro Patient und ein überschaubares Zielklientel eine spezialisierte, schlanke Vertriebsstruktur ermöglichen können. Dadurch ergibt sich ein skalierbares Geschäftsmodell mit potenziell attraktiven operativen Margen bei erfolgreicher Marktdurchdringung. Gleichzeitig trägt die starke Abhängigkeit von einzelnen Wirkstoffen zu einem erhöhten Klumpenrisiko bei.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Argenx ist es, Patienten mit schwerwiegenden Autoimmunerkrankungen durch innovative Antikörpertherapien einen substantiellen klinischen Mehrwert zu bieten. Das Unternehmen verfolgt eine klar definierte F&E-Strategie, die auf drei Pfeilern beruht:
  • Identifikation von Zielstrukturen im Immunsystem mit starker biologischer Validierung
  • Entwicklung differenzierter Antikörperkandidaten mit gezielter Modulation von Immunmechanismen
  • Priorisierung von Indikationen mit hohem ungedeckten medizinischen Bedarf und regulatorisch klaren Endpunkten
  • l>Strategisch setzt das Management auf eine Balance zwischen breiter Indikationsausweitung des Flaggschiffprodukts Efgartigimod und der parallelen Weiterentwicklung einer diversifizierten Pipeline. Das Unternehmen betrachtet sich als Immunologie-Plattform, die langfristig mehrere First-in-Class- oder Best-in-Class-Therapien im Portfolio etablieren soll. Die Mission verbindet wissenschaftlichen Anspruch mit ökonomischer Disziplin, indem Entwicklungsprogramme anhand klinischer Daten strikt priorisiert oder gegebenenfalls beendet werden.

Produkte und Dienstleistungen

Im Mittelpunkt der Produktpalette steht Efgartigimod, ein auf dem Fc-Fragment basierender Antikörper, der den neonatalen Fc-Rezeptor (FcRn) blockiert und dadurch pathogene Immunglobuline der Klasse G (IgG) reduziert. Dieser Wirkmechanismus adressiert eine Reihe IgG-vermittelter Autoimmunerkrankungen. Argenx verfolgt mit Efgartigimod ein Programm über mehrere Darreichungsformen und Indikationen:
  • Intravenöse Formulierung für bestimmte Autoimmunerkrankungen, etwa im neuromuskulären Bereich
  • Subkutane Formulierung zur Vereinfachung der Anwendung und Verbesserung der Patientenakzeptanz
  • Ausweitung auf zusätzliche, immunvermittelte Krankheiten in Bereichen wie Hämatologie, Neurologie und Dermatologie
  • l>Darüber hinaus verfügt Argenx über weitere Antikörperkandidaten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, die auf spezifische Zielmoleküle des Immunsystems ausgerichtet sind. Das Unternehmen bietet selbst keine klassischen Dienstleistungen wie Auftragsforschung an, nutzt jedoch seine Plattform für Forschungskooperationen mit ausgewählten Partnern. Für behandelnde Ärzte und Zentren baut Argenx Unterstützungsprogramme und medizinische Informationsangebote auf, um die Therapieimplementierung zu erleichtern.

Business Units und operative Struktur

Argenx gliedert seine operative Tätigkeit primär entlang funktionaler Einheiten statt nach klassischen Geschäftsbereichen. Dennoch lassen sich drei Kernbereiche erkennen:
  • Forschung und Entwicklung: Verantwortlich für präklinische Forschung, klinisches Design, Studienmanagement und regulatorische Interaktion weltweit.
  • Commercial und Medical Affairs: Zuständig für Markteinführung, Vermarktung, Market Access, Erstattung, medizinische Kommunikation und Interaktion mit Fachzentren, maßgeblich in den USA, Europa und ausgewählten internationalen Märkten.
  • Allianzen und Business Development: Fokussiert auf strategische Kooperationen, Lizenzvereinbarungen, Portfolio-Optimierung und geografische Expansion durch Partner.
  • l>Die Konzernstruktur basiert auf einer Holding in den Niederlanden mit operativen Gesellschaften in Belgien, den USA und weiteren Jurisdiktionen. Diese Aufstellung erlaubt Argenx, regulatorische und steuerliche Rahmenbedingungen mehrerer Kernmärkte zu nutzen und Talente im Biotech-Hotspot Belgien sowie im US-Biopharmamarkt zu gewinnen.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Plattform

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal liegt in der Antikörperplattform, die Argenx aus der Immunologie von Lama-ähnlichen Tieren und einem tiefen Verständnis der FcRn-Biologie entwickelt hat. Das Unternehmen kombiniert mehrere Technologien:
  • Antikörper-Engineering zur gezielten Modulation von Affinität, Halbwertszeit und Effektorfunktionsprofil
  • Rationales Target-Design auf Basis translationaler Forschung und humaner Krankheitsmodelle
  • Eine modulare Pipeline-Architektur, die es erlaubt, ähnliche Wirkmechanismen in verschiedenen Indikationen zu testen
  • l>Durch die Fokussierung auf den FcRn-Signalweg hat Argenx einen skalierbaren Ansatz geschaffen, der zahlreiche IgG-vermittelte Krankheiten adressieren kann. Die klinische Validierung dieses Mechanismus in schwer behandelbaren Autoimmunindikationen verschafft dem Unternehmen einen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern mit vergleichbaren Therapieansätzen. Hinzu kommt eine Positionierung als Spezialanbieter, der seinen Schwerpunkt im Segment der Autoimmuntherapien setzt.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Der wichtigste Burggraben von Argenx entsteht aus einer Kombination von wissenschaftlicher Expertise, klinischer Erfahrung und regulatorischer Traktion im Bereich FcRn-modulierender Therapien. Wesentliche Moats sind:
  • Technologischer Vorsprung bei FcRn-Antagonisten mit klinisch validierten Daten in mehreren Autoimmunindikationen
  • Schutzrechte und Patente auf Wirkstoff, Herstellungsverfahren und Formulierungen, die den Markteintritt direkter Nachahmer verzögern
  • Hohe Markteintrittsbarrieren durch komplexe klinische Studien in seltenen Erkrankungen, begrenzte Patientenzahlen und strenge regulatorische Anforderungen
  • Netzwerke mit spezialisierten Behandlungszentren, die für die Versorgung von Patienten mit seltenen Autoimmunerkrankungen zentral sind
  • l>Zugleich sind die Burggräben nicht unumstößlich: Große Pharmaunternehmen mit erheblichen Ressourcen für Forschung, Marketing und Preisverhandlungen können mittel- bis langfristig vergleichbare Mechanismen oder alternative Immunmodulatoren auf den Markt bringen. Der nachhaltige Wettbewerbsvorteil von Argenx hängt daher stark davon ab, wie gut das Unternehmen die Indikationsausweitung von Efgartigimod und den Aufbau weiterer Produktgenerationen vorantreibt.

Wettbewerbsumfeld

Argenx agiert in einem intensiv umkämpften Segment der Immunologie und Neurologie, in dem mehrere Großkonzerne und spezialisierte Biotechs aktiv sind. Relevante Wettbewerber sind etwa:
  • Große Pharmakonzerne mit breiten Autoimmunportfolios und etablierten Marken in der Neurologie und Hämatologie
  • Biotech-Unternehmen, die ebenfalls an FcRn-Antagonisten oder alternativen Ansätzen zur IgG-Reduktion arbeiten
  • Hersteller von monoklonalen Antikörpern und oralen Immunmodulatoren, die bestehende Standardtherapien stellen
  • l>Das Wettbewerbsumfeld ist von hohem Innovationsdruck geprägt: Neue Zielstrukturen, Kombinationstherapien und personalisierte Medizinansätze verändern fortlaufend die Therapielandschaft. Argenx konkurriert nicht nur über Wirksamkeit, sondern auch über Therapiesicherheit, Behandlungsregime, Applikationskomfort und Erstattungsfähigkeit. Für konservative Anleger bedeutet dies ein strukturell erhöhtes Innovations- und Preisdruckrisiko, das selbst bei guter klinischer Datenlage die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen kann.

Management und Unternehmensführung

Argenx wird von einem international erfahrenen Managementteam und einem Board of Directors mit Hintergrund in Biotechnologie, Pharmaindustrie und Kapitalmärkten geführt. Die Unternehmensführung hat gezeigt, dass sie komplexe klinische Programme steuern, regulatorische Prozesse in den USA und Europa durchlaufen und Kapitalmarktzugänge nutzen kann. Die Strategie des Managements lässt sich wie folgt skizzieren:
  • Konsequente Fokussierung auf immunvermittelte Erkrankungen mit hohem ungedeckten Bedarf
  • Strikte Portfolio-Priorisierung anhand klinischer Daten und Kapitalallokation auf Programme mit einem attraktiven Chancen-Risiko-Profil
  • Schrittweise Kommerzialisierung in Kernregionen mit hohem Erstattungspotenzial
  • Aufbau einer belastbaren Organisation mit Skalierbarkeit für mehrere Produkte
  • l>Die Governance-Struktur orientiert sich an internationalen Kapitalmarktstandards, einschließlich Prüfungsausschüssen, Risikomanagement und Transparenzanforderungen gelisteter Gesellschaften. Das Management verfolgt eine wachstumsorientierte Strategie, in der Partnerschaften eine wichtige Rolle spielen.

Branchen- und Regionalanalyse

Argenx operiert an der Schnittstelle von Biotechnologie, spezialisierten Pharmazeutika und Orphan-Drug-Märkten. Die globale Biopharmabranche für Autoimmun- und seltene Erkrankungen wächst strukturell durch:
  • Alternde Bevölkerung und steigende Diagnoseraten
  • Verbesserte molekulare Diagnostik, die seltene Erkrankungen besser identifiziert
  • Regulatorische Anreize für Orphan Drugs in den USA und Europa
  • l>Gleichzeitig verschärfen Regulatoren und Kostenträger weltweit den Druck auf Erstattungspreise, was insbesondere hochpreisige Spezialtherapien betrifft. Regional betrachtet ist Argenx in drei Kernregionen aktiv:
    • USA als wichtiger Markt für innovative Autoimmuntherapien mit hoher Zahlungsbereitschaft, aber komplexen Erstattungsstrukturen
    • Europa mit stark regulierten Preissystemen, nationalen Erstattungsregimen und heterogener Geschwindigkeit bei Markteinführungen
    • Weitere internationale Märkte, in denen Argenx zunehmend über Partner präsent ist und in denen Zugang und Volumen stark von lokaler Regulierung abhängen
    • l>In Summe profitiert Argenx von einem strukturellen Wachstum der Immunologie-Märkte, steht aber gleichzeitig im Spannungsfeld zwischen Innovationsprämien und Kostendruck bestehender Gesundheitssysteme.

Unternehmensgeschichte

Argenx wurde in Belgien von Immunologen gegründet, die das Potenzial spezifischer Antikörperplattformen für die Behandlung schwerer Erkrankungen erkannten. Aus einer akademischen Ausgründung hat sich das Unternehmen innerhalb von gut anderthalb Jahrzehnten zu einem international präsenten Biotech-Spezialisten entwickelt. Früh setzte Argenx auf eine Kombination aus Eigenentwicklungen und industriellen Partnerschaften, um die finanzielle Basis für aufwendige klinische Programme zu sichern. Ein wesentlicher Meilenstein war die klinische Validierung des FcRn-Ansatzes und die nachfolgende Zulassung von Efgartigimod in einer ersten Indikation, die das Unternehmen vom reinen Entwicklungsplayer zu einem voll integrierten, kommerziell aktiven Biopharmaunternehmen transformierte. Die Wahl der Rechtsform als europäische Gesellschaft (SE) und die Notierung an bedeutenden Börsenplätzen spiegeln die internationale Ausrichtung wider. Heute verbindet Argenx seine Wurzeln im belgischen Biotech-Cluster mit einer starken Präsenz im US-Markt, der für die Kommerzialisierung innovativer Therapien entscheidend ist.

Sonstige Besonderheiten

Zu den Besonderheiten von Argenx gehören mehrere strukturelle Merkmale:
  • Orphan-Drug-Fokus: Durch die Ausrichtung auf seltene Erkrankungen profitiert das Unternehmen von regulatorischen Vorteilen wie Marktexklusivität, erleichterten Studiendesigns und potenziell schnelleren Zulassungsverfahren.
  • Hohe klinische Komplexität: Die adressierten Indikationen erfordern spezialisierte Behandlungszentren, was die Vermarktung zwar kanalisiert, aber auch hohe Anforderungen an medizinische Aufklärung und Logistik stellt.
  • Starke Kapitalmarktorientierung: Als wachstumsorientiertes Biotech-Unternehmen ist Argenx auf den Zugang zu Eigenkapital und gegebenenfalls Partnerschaftserlösen angewiesen, um die Pipeline zu finanzieren.
  • Plattformcharakter: Die zugrunde liegenden Technologien eröffnen die Option, langfristig weitere Produkte zu generieren, wodurch ein potenziell wiederholbarer Innovationszyklus entsteht.
  • l>Diese Besonderheiten machen Argenx zu einem typischen Vertreter der europäischen Wachstumsbiotech-Szene mit transatlantischem Profil, bei dem Forschungs- und Entwicklungsrisiken strukturell Teil der Unternehmensentwicklung sind.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für vorsichtige Investoren liegen die Chancen bei Argenx vor allem in der Hebelwirkung einer erfolgreichen Kommerzialisierung und Indikationserweiterung:
  • Ein bereits klinisch validierter Wirkmechanismus in einem Bereich mit hohem medizinischem Bedarf, der weitere Zulassungen in zusätzlichen Indikationen ermöglichen kann
  • Potenzial für nachhaltige Cashflows aus einem begrenzten, aber spezialisierbaren Markt segmentierter Autoimmunerkrankungen
  • Option auf Pipeline-Expansion durch Nutzung der vorhandenen Antikörperplattform für zusätzliche Zielstrukturen
  • Mögliche Wertschöpfung aus strategischen Partnerschaften oder Deal-Strukturen mit großen Pharmaunternehmen
  • l>Gelingt es Argenx, den Status eines stark auf einen Hauptwirkstoff fokussierten Unternehmens hinter sich zu lassen, könnte mittelfristig ein diversifiziertes Portfolio mit mehreren Ertragsquellen entstehen. Für konservative Anleger relevant sind neben der wissenschaftlichen Substanz insbesondere eine disziplinierte Kapitalallokation, transparente Kommunikation klinischer Zwischenschritte und ein umsichtiges Management des regulatorischen und preispolitischen Umfelds.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Die Risiken eines Engagements in Argenx ähneln typischen Risiken eines wachstumsorientierten Biotech-Unternehmens und sind aufgrund der starken Abhängigkeit von einzelnen Projekten besonders ausgeprägt:
  • Konzentrationsrisiko durch erheblichen Beitrag weniger Wirkstoffe, insbesondere Efgartigimod. Rückschläge in Studien, Sicherheitsbedenken oder regulatorische Einschränkungen können die Perspektiven des Unternehmens stark beeinträchtigen.
  • Klinisches Entwicklungsrisiko: Trotz vielversprechender Daten besteht bei jeder neuen Indikation und jedem Pipelineprojekt die Gefahr fehlender Wirksamkeit oder unerwarteter Nebenwirkungen.
  • Regulatorisches und Preisdruckrisiko: Preisverhandlungen mit Kostenträgern, mögliche Rabattforderungen und strengere Erstattungsbedingungen für Hochpreismedikamente können die Profitabilität belasten.
  • Währungs- und Marktrisiko aufgrund der internationalen Aufstellung und der starken Abhängigkeit vom US-Markt.
  • Finanzierungs- und Verwässerungsrisiko: Zusätzlicher Kapitalbedarf kann zu weiteren Kapitalerhöhungen führen und bestehende Aktionäre verwässern.
  • l>Ob das Chancen-Risiko-Verhältnis individuell akzeptabel ist, hängt maßgeblich von der persönlichen Risikotragfähigkeit, dem Anlagehorizont und der Einschätzung der klinischen und regulatorischen Entwicklung ab.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 790,80 € / 793,00 €
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Schluss Vortag 791,60 €
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52W-Tief 567,20 €
52W-Hoch 924,60 €
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Community: Diskussion zur Argenx Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge thematisieren Argenx’ klinische Entwicklungsergebnisse und ihre starken Kursreaktionen, von frühen Hoffnungen und Partnerschaften bis zu jüngsten Studienrückschlägen sowie punktuellen Kursgewinnen nach positiven Daten.
  • Analystenkommentare und Meldungen heben die hohe Volatilität hervor, etwa Bernsteins Einschätzung einer nur etwa 20%igen Erfolgschance für die Phase‑III‑Studie zum Sjögren‑Syndrom sowie Kursrückgänge von teils rund 17–20% nach Studienabbrüchen und Erholungen nach positiven Ergebnissen.
  • Daneben werden betriebswirtschaftliche Aspekte angesprochen, darunter das Q3‑2026‑Finanzergebnis (mit der Frage, ob die Zahlen überzeugen), frühere Berichte zur Rückkehr in die Gewinnzone und steigenden Nettoumsätzen sowie Erwähnungen institutioneller Beteiligungen.
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Argenx Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 4.153 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 1.283 $
Jahresüberschuss in Mio. 1.292 $
Umsatz je Aktie 62,74 $
Gewinn je Aktie 19,52 $
Gewinnrendite +31,11%
Umsatzrendite +31,11%
Return on Investment +14,88%
Marktkapitalisierung in Mio. 55.073 $
KGV (Kurs/Gewinn) 44,57
KBV (Kurs/Buchwert) 7,86
KUV (Kurs/Umsatz) 13,87
Eigenkapitalrendite +17,64%
Eigenkapitalquote +84,34%

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791,60 € 07:30
Hamburg 775,40 € -0,82%
781,80 € 27.10.26
Hannover 775,40 € -0,82%
781,80 € 27.10.26
L&S RT 791,60 € -0,20%
793,20 € 07:41
München 779,20 € -1,14%
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Nasdaq OTC Other 790,152 $ -15,58%
936,00 $ 13.10.26
Quotrix 790,80 € +1,70%
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Stuttgart 792,80 € 0 %
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Tradegate BSX 793,60 € +1,93%
778,60 € 27.10.26
Wien 776,80 € 0 %
776,80 € 27.10.26
Xetra 782,40 € +0,33%
779,80 € 27.10.26
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Historische Kurse

Datum
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Volumen
27.10.26 785,20 62 T
26.10.26 779,00 13.377
23.10.26 782,40 17.205
22.10.26 781,20 75 T
21.10.26 792,40 169 T
20.10.26 778,00 35.947
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Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 778,00 € +0,93%
1 Monat 841,00 € -6,63%
6 Monate 672,40 € +16,78%
1 Jahr 712,80 € +10,16%
5 Jahre 241,60 € +225,00%

Unternehmensprofil Argenx

Argenx SE ist ein in den Niederlanden registriertes, in Belgien, den USA und weiteren Ländern operierendes Biotechnologieunternehmen mit Fokus auf Autoimmunerkrankungen. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet spezialisierte Antikörpertherapien, die auf der modulierten Regulation des Immunsystems basieren. Im Zentrum steht der Wirkstoff Efgartigimod, ein neuartiger FcRn-Antagonist, der für verschiedene seltene Autoimmunerkrankungen klinisch entwickelt und in ersten Indikationen bereits vermarktet wird. Argenx positioniert sich als fokussierter Spezialist für immunvermittelte Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf und setzt auf eine transatlantische Struktur mit F&E-Schwerpunkt in Europa und einer stark ausgebauten Präsenz im US-Markt.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Argenx beruht auf der Wertschöpfung aus proprietären Antikörperplattformen entlang der gesamten Biopharma-Wertkette: von präklinischer Forschung über klinische Entwicklung bis hin zu Zulassung und Vermarktung ausgewählter Produkte in Eigenregie. Kern ist eine forschungsgetriebene Pipeline, in der Argenx zumeist in frühen Phasen die wissenschaftliche und klinische Kontrolle behält und bei Bedarf in einzelnen Regionen mit strategischen Partnern kooperiert. Einnahmequellen entstehen aus:
  • Eigenvermarktung von Spezialtherapeutika in definierten Kernmärkten
  • Kooperations- und Lizenzvereinbarungen mit Pharmaunternehmen
  • Upfront-Zahlungen, Meilensteinzahlungen und potenzielle Umsatzbeteiligungen aus Partnerschaften
  • l>Das Unternehmen konzentriert sich auf seltene, schwer behandelbare Autoimmunerkrankungen, in denen hohe Therapiekosten pro Patient und ein überschaubares Zielklientel eine spezialisierte, schlanke Vertriebsstruktur ermöglichen können. Dadurch ergibt sich ein skalierbares Geschäftsmodell mit potenziell attraktiven operativen Margen bei erfolgreicher Marktdurchdringung. Gleichzeitig trägt die starke Abhängigkeit von einzelnen Wirkstoffen zu einem erhöhten Klumpenrisiko bei.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Argenx ist es, Patienten mit schwerwiegenden Autoimmunerkrankungen durch innovative Antikörpertherapien einen substantiellen klinischen Mehrwert zu bieten. Das Unternehmen verfolgt eine klar definierte F&E-Strategie, die auf drei Pfeilern beruht:
  • Identifikation von Zielstrukturen im Immunsystem mit starker biologischer Validierung
  • Entwicklung differenzierter Antikörperkandidaten mit gezielter Modulation von Immunmechanismen
  • Priorisierung von Indikationen mit hohem ungedeckten medizinischen Bedarf und regulatorisch klaren Endpunkten
  • l>Strategisch setzt das Management auf eine Balance zwischen breiter Indikationsausweitung des Flaggschiffprodukts Efgartigimod und der parallelen Weiterentwicklung einer diversifizierten Pipeline. Das Unternehmen betrachtet sich als Immunologie-Plattform, die langfristig mehrere First-in-Class- oder Best-in-Class-Therapien im Portfolio etablieren soll. Die Mission verbindet wissenschaftlichen Anspruch mit ökonomischer Disziplin, indem Entwicklungsprogramme anhand klinischer Daten strikt priorisiert oder gegebenenfalls beendet werden.

Produkte und Dienstleistungen

Im Mittelpunkt der Produktpalette steht Efgartigimod, ein auf dem Fc-Fragment basierender Antikörper, der den neonatalen Fc-Rezeptor (FcRn) blockiert und dadurch pathogene Immunglobuline der Klasse G (IgG) reduziert. Dieser Wirkmechanismus adressiert eine Reihe IgG-vermittelter Autoimmunerkrankungen. Argenx verfolgt mit Efgartigimod ein Programm über mehrere Darreichungsformen und Indikationen:
  • Intravenöse Formulierung für bestimmte Autoimmunerkrankungen, etwa im neuromuskulären Bereich
  • Subkutane Formulierung zur Vereinfachung der Anwendung und Verbesserung der Patientenakzeptanz
  • Ausweitung auf zusätzliche, immunvermittelte Krankheiten in Bereichen wie Hämatologie, Neurologie und Dermatologie
  • l>Darüber hinaus verfügt Argenx über weitere Antikörperkandidaten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, die auf spezifische Zielmoleküle des Immunsystems ausgerichtet sind. Das Unternehmen bietet selbst keine klassischen Dienstleistungen wie Auftragsforschung an, nutzt jedoch seine Plattform für Forschungskooperationen mit ausgewählten Partnern. Für behandelnde Ärzte und Zentren baut Argenx Unterstützungsprogramme und medizinische Informationsangebote auf, um die Therapieimplementierung zu erleichtern.

Business Units und operative Struktur

Argenx gliedert seine operative Tätigkeit primär entlang funktionaler Einheiten statt nach klassischen Geschäftsbereichen. Dennoch lassen sich drei Kernbereiche erkennen:
  • Forschung und Entwicklung: Verantwortlich für präklinische Forschung, klinisches Design, Studienmanagement und regulatorische Interaktion weltweit.
  • Commercial und Medical Affairs: Zuständig für Markteinführung, Vermarktung, Market Access, Erstattung, medizinische Kommunikation und Interaktion mit Fachzentren, maßgeblich in den USA, Europa und ausgewählten internationalen Märkten.
  • Allianzen und Business Development: Fokussiert auf strategische Kooperationen, Lizenzvereinbarungen, Portfolio-Optimierung und geografische Expansion durch Partner.
  • l>Die Konzernstruktur basiert auf einer Holding in den Niederlanden mit operativen Gesellschaften in Belgien, den USA und weiteren Jurisdiktionen. Diese Aufstellung erlaubt Argenx, regulatorische und steuerliche Rahmenbedingungen mehrerer Kernmärkte zu nutzen und Talente im Biotech-Hotspot Belgien sowie im US-Biopharmamarkt zu gewinnen.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Plattform

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal liegt in der Antikörperplattform, die Argenx aus der Immunologie von Lama-ähnlichen Tieren und einem tiefen Verständnis der FcRn-Biologie entwickelt hat. Das Unternehmen kombiniert mehrere Technologien:
  • Antikörper-Engineering zur gezielten Modulation von Affinität, Halbwertszeit und Effektorfunktionsprofil
  • Rationales Target-Design auf Basis translationaler Forschung und humaner Krankheitsmodelle
  • Eine modulare Pipeline-Architektur, die es erlaubt, ähnliche Wirkmechanismen in verschiedenen Indikationen zu testen
  • l>Durch die Fokussierung auf den FcRn-Signalweg hat Argenx einen skalierbaren Ansatz geschaffen, der zahlreiche IgG-vermittelte Krankheiten adressieren kann. Die klinische Validierung dieses Mechanismus in schwer behandelbaren Autoimmunindikationen verschafft dem Unternehmen einen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern mit vergleichbaren Therapieansätzen. Hinzu kommt eine Positionierung als Spezialanbieter, der seinen Schwerpunkt im Segment der Autoimmuntherapien setzt.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Der wichtigste Burggraben von Argenx entsteht aus einer Kombination von wissenschaftlicher Expertise, klinischer Erfahrung und regulatorischer Traktion im Bereich FcRn-modulierender Therapien. Wesentliche Moats sind:
  • Technologischer Vorsprung bei FcRn-Antagonisten mit klinisch validierten Daten in mehreren Autoimmunindikationen
  • Schutzrechte und Patente auf Wirkstoff, Herstellungsverfahren und Formulierungen, die den Markteintritt direkter Nachahmer verzögern
  • Hohe Markteintrittsbarrieren durch komplexe klinische Studien in seltenen Erkrankungen, begrenzte Patientenzahlen und strenge regulatorische Anforderungen
  • Netzwerke mit spezialisierten Behandlungszentren, die für die Versorgung von Patienten mit seltenen Autoimmunerkrankungen zentral sind
  • l>Zugleich sind die Burggräben nicht unumstößlich: Große Pharmaunternehmen mit erheblichen Ressourcen für Forschung, Marketing und Preisverhandlungen können mittel- bis langfristig vergleichbare Mechanismen oder alternative Immunmodulatoren auf den Markt bringen. Der nachhaltige Wettbewerbsvorteil von Argenx hängt daher stark davon ab, wie gut das Unternehmen die Indikationsausweitung von Efgartigimod und den Aufbau weiterer Produktgenerationen vorantreibt.

Wettbewerbsumfeld

Argenx agiert in einem intensiv umkämpften Segment der Immunologie und Neurologie, in dem mehrere Großkonzerne und spezialisierte Biotechs aktiv sind. Relevante Wettbewerber sind etwa:
  • Große Pharmakonzerne mit breiten Autoimmunportfolios und etablierten Marken in der Neurologie und Hämatologie
  • Biotech-Unternehmen, die ebenfalls an FcRn-Antagonisten oder alternativen Ansätzen zur IgG-Reduktion arbeiten
  • Hersteller von monoklonalen Antikörpern und oralen Immunmodulatoren, die bestehende Standardtherapien stellen
  • l>Das Wettbewerbsumfeld ist von hohem Innovationsdruck geprägt: Neue Zielstrukturen, Kombinationstherapien und personalisierte Medizinansätze verändern fortlaufend die Therapielandschaft. Argenx konkurriert nicht nur über Wirksamkeit, sondern auch über Therapiesicherheit, Behandlungsregime, Applikationskomfort und Erstattungsfähigkeit. Für konservative Anleger bedeutet dies ein strukturell erhöhtes Innovations- und Preisdruckrisiko, das selbst bei guter klinischer Datenlage die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen kann.

Management und Unternehmensführung

Argenx wird von einem international erfahrenen Managementteam und einem Board of Directors mit Hintergrund in Biotechnologie, Pharmaindustrie und Kapitalmärkten geführt. Die Unternehmensführung hat gezeigt, dass sie komplexe klinische Programme steuern, regulatorische Prozesse in den USA und Europa durchlaufen und Kapitalmarktzugänge nutzen kann. Die Strategie des Managements lässt sich wie folgt skizzieren:
  • Konsequente Fokussierung auf immunvermittelte Erkrankungen mit hohem ungedeckten Bedarf
  • Strikte Portfolio-Priorisierung anhand klinischer Daten und Kapitalallokation auf Programme mit einem attraktiven Chancen-Risiko-Profil
  • Schrittweise Kommerzialisierung in Kernregionen mit hohem Erstattungspotenzial
  • Aufbau einer belastbaren Organisation mit Skalierbarkeit für mehrere Produkte
  • l>Die Governance-Struktur orientiert sich an internationalen Kapitalmarktstandards, einschließlich Prüfungsausschüssen, Risikomanagement und Transparenzanforderungen gelisteter Gesellschaften. Das Management verfolgt eine wachstumsorientierte Strategie, in der Partnerschaften eine wichtige Rolle spielen.

Branchen- und Regionalanalyse

Argenx operiert an der Schnittstelle von Biotechnologie, spezialisierten Pharmazeutika und Orphan-Drug-Märkten. Die globale Biopharmabranche für Autoimmun- und seltene Erkrankungen wächst strukturell durch:
  • Alternde Bevölkerung und steigende Diagnoseraten
  • Verbesserte molekulare Diagnostik, die seltene Erkrankungen besser identifiziert
  • Regulatorische Anreize für Orphan Drugs in den USA und Europa
  • l>Gleichzeitig verschärfen Regulatoren und Kostenträger weltweit den Druck auf Erstattungspreise, was insbesondere hochpreisige Spezialtherapien betrifft. Regional betrachtet ist Argenx in drei Kernregionen aktiv:
    • USA als wichtiger Markt für innovative Autoimmuntherapien mit hoher Zahlungsbereitschaft, aber komplexen Erstattungsstrukturen
    • Europa mit stark regulierten Preissystemen, nationalen Erstattungsregimen und heterogener Geschwindigkeit bei Markteinführungen
    • Weitere internationale Märkte, in denen Argenx zunehmend über Partner präsent ist und in denen Zugang und Volumen stark von lokaler Regulierung abhängen
    • l>In Summe profitiert Argenx von einem strukturellen Wachstum der Immunologie-Märkte, steht aber gleichzeitig im Spannungsfeld zwischen Innovationsprämien und Kostendruck bestehender Gesundheitssysteme.

Unternehmensgeschichte

Argenx wurde in Belgien von Immunologen gegründet, die das Potenzial spezifischer Antikörperplattformen für die Behandlung schwerer Erkrankungen erkannten. Aus einer akademischen Ausgründung hat sich das Unternehmen innerhalb von gut anderthalb Jahrzehnten zu einem international präsenten Biotech-Spezialisten entwickelt. Früh setzte Argenx auf eine Kombination aus Eigenentwicklungen und industriellen Partnerschaften, um die finanzielle Basis für aufwendige klinische Programme zu sichern. Ein wesentlicher Meilenstein war die klinische Validierung des FcRn-Ansatzes und die nachfolgende Zulassung von Efgartigimod in einer ersten Indikation, die das Unternehmen vom reinen Entwicklungsplayer zu einem voll integrierten, kommerziell aktiven Biopharmaunternehmen transformierte. Die Wahl der Rechtsform als europäische Gesellschaft (SE) und die Notierung an bedeutenden Börsenplätzen spiegeln die internationale Ausrichtung wider. Heute verbindet Argenx seine Wurzeln im belgischen Biotech-Cluster mit einer starken Präsenz im US-Markt, der für die Kommerzialisierung innovativer Therapien entscheidend ist.

Sonstige Besonderheiten

Zu den Besonderheiten von Argenx gehören mehrere strukturelle Merkmale:
  • Orphan-Drug-Fokus: Durch die Ausrichtung auf seltene Erkrankungen profitiert das Unternehmen von regulatorischen Vorteilen wie Marktexklusivität, erleichterten Studiendesigns und potenziell schnelleren Zulassungsverfahren.
  • Hohe klinische Komplexität: Die adressierten Indikationen erfordern spezialisierte Behandlungszentren, was die Vermarktung zwar kanalisiert, aber auch hohe Anforderungen an medizinische Aufklärung und Logistik stellt.
  • Starke Kapitalmarktorientierung: Als wachstumsorientiertes Biotech-Unternehmen ist Argenx auf den Zugang zu Eigenkapital und gegebenenfalls Partnerschaftserlösen angewiesen, um die Pipeline zu finanzieren.
  • Plattformcharakter: Die zugrunde liegenden Technologien eröffnen die Option, langfristig weitere Produkte zu generieren, wodurch ein potenziell wiederholbarer Innovationszyklus entsteht.
  • l>Diese Besonderheiten machen Argenx zu einem typischen Vertreter der europäischen Wachstumsbiotech-Szene mit transatlantischem Profil, bei dem Forschungs- und Entwicklungsrisiken strukturell Teil der Unternehmensentwicklung sind.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für vorsichtige Investoren liegen die Chancen bei Argenx vor allem in der Hebelwirkung einer erfolgreichen Kommerzialisierung und Indikationserweiterung:
  • Ein bereits klinisch validierter Wirkmechanismus in einem Bereich mit hohem medizinischem Bedarf, der weitere Zulassungen in zusätzlichen Indikationen ermöglichen kann
  • Potenzial für nachhaltige Cashflows aus einem begrenzten, aber spezialisierbaren Markt segmentierter Autoimmunerkrankungen
  • Option auf Pipeline-Expansion durch Nutzung der vorhandenen Antikörperplattform für zusätzliche Zielstrukturen
  • Mögliche Wertschöpfung aus strategischen Partnerschaften oder Deal-Strukturen mit großen Pharmaunternehmen
  • l>Gelingt es Argenx, den Status eines stark auf einen Hauptwirkstoff fokussierten Unternehmens hinter sich zu lassen, könnte mittelfristig ein diversifiziertes Portfolio mit mehreren Ertragsquellen entstehen. Für konservative Anleger relevant sind neben der wissenschaftlichen Substanz insbesondere eine disziplinierte Kapitalallokation, transparente Kommunikation klinischer Zwischenschritte und ein umsichtiges Management des regulatorischen und preispolitischen Umfelds.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Die Risiken eines Engagements in Argenx ähneln typischen Risiken eines wachstumsorientierten Biotech-Unternehmens und sind aufgrund der starken Abhängigkeit von einzelnen Projekten besonders ausgeprägt:
  • Konzentrationsrisiko durch erheblichen Beitrag weniger Wirkstoffe, insbesondere Efgartigimod. Rückschläge in Studien, Sicherheitsbedenken oder regulatorische Einschränkungen können die Perspektiven des Unternehmens stark beeinträchtigen.
  • Klinisches Entwicklungsrisiko: Trotz vielversprechender Daten besteht bei jeder neuen Indikation und jedem Pipelineprojekt die Gefahr fehlender Wirksamkeit oder unerwarteter Nebenwirkungen.
  • Regulatorisches und Preisdruckrisiko: Preisverhandlungen mit Kostenträgern, mögliche Rabattforderungen und strengere Erstattungsbedingungen für Hochpreismedikamente können die Profitabilität belasten.
  • Währungs- und Marktrisiko aufgrund der internationalen Aufstellung und der starken Abhängigkeit vom US-Markt.
  • Finanzierungs- und Verwässerungsrisiko: Zusätzlicher Kapitalbedarf kann zu weiteren Kapitalerhöhungen führen und bestehende Aktionäre verwässern.
  • l>Ob das Chancen-Risiko-Verhältnis individuell akzeptabel ist, hängt maßgeblich von der persönlichen Risikotragfähigkeit, dem Anlagehorizont und der Einschätzung der klinischen und regulatorischen Entwicklung ab.
Stand: September 2026
Hinweis

Argenx Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Argenx Kursziel 2026

  • Die Argenx Kurs Performance für 2026 liegt bei +9,54%. Die Performance der Benchmark Euro Stoxx 50 liegt bei +6,36%. Outperformance: Die Argenx Kurs Performance ist um 3,19 Prozentpunkte höher als die Performance des Euro Stoxx 50.
  • 9 Analysten haben die Argenx Aktie aktuell analysiert. Ihre durchschnittliche Prognose für das Kursziel beträgt 979,27 €. Das Kursziel ist somit um 25,00% höher als der aktuelle Kurs der Argenx Aktie. Das höchste genannte Kursziel liegt bei 1.205,82 (+53,92% ggü. dem aktuellen Argenx Kurs); das niedrigste bei 850,00 (+8,50% ggü. dem aktuellen Argenx Kurs).

Einstufung & Prognose 2026

  • 9 Analysten haben Argenx eingestuft: 8 Analysten empfehlen Argenx zum Kauf, 1 zum Halten und 0 zum Verkauf.
  • Analystenschätzungen: Laut Einschätzung der Analysten birgt die Argenx Aktie ein durchschnittliches Kurspotential 2026 von 25,00%. Eine deutliche Mehrzahl der Analysten empfiehlt die Argenx Aktie zum Kauf.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 55,07 Mrd. $
Streubesitz 53,88%
Währung USD
Land USA
Sektor Gesundheit
Branche Biotechnologie
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+8,36% FMR Inc
+4,28% T. Rowe Price Associates, Inc.
+4,06% HHG PLC
+3,95% Jupiter Topco LLC
+3,52% Capital World Investors
+2,41% Artisan Partners Limited Partnership
+1,60% venBio Select Advisor LLC
+1,52% American Funds EUPAC A
+1,49% Wellington Management Company LLP
+1,26% American Funds New Economy A
+1,24% BlackRock Inc
+1,13% RTW INVESTMENTS, LLC
+1,03% Morgan Stanley - Brokerage Accounts
+0,97% Fidelity Growth Company Fund
+0,80% Janus Henderson Forty S
+0,75% Fidelity OTC
+0,71% Amvescap Plc.
+0,69% iShares Biotechnology ETF
+0,64% Bank of America Corp
+0,63% AllianceBernstein L.P.
+0,49% Janus Henderson Enterprise D
+0,48% Bellevue Group AG
+0,48% Sands Capital Management, LLC
+0,43% Bessemer Group Inc
+0,42% William Blair Investment Management, LLC
+0,41% SEI Investments Co
+0,41% ClearBridge Advisors, LLC
+0,38% Fidelity Contrafund
+0,34% T. Rowe Price Growth Stock
+0,34% Fidelity Puritan
+0,29% T. Rowe Price Lrg Cp Gr I
+0,27% Fidelity Growth Company K6
+0,26% Fidelity Advisor Growth Opps M
+0,25% T. Rowe Price New Horizons
+0,25% Janus Global Life Science AUSD
+0,24% Fidelity Select Health Care
+0,24% Janus Henderson Global Life Sciences D
+0,23% T. Rowe Price Overseas Stock
+0,23% Artisan Mid Cap Investor
+0,23% Janus Henderson Contrarian D
+46,125% Institutionelle Aktionäre
+53,875% Streubesitz

Community-Beiträge zu Argenx

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Highländer49
Argenx
argenx meldet die Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 und stellt Geschäftsupdates bereit https://argenx.com/news/2026/press-release-3386023.html Haben Euch die neuen Zahlen überzeugt?
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Highländer49
Argenx

Aktien des Biotechnologieunternehmens Argenx sind am Donnerstag im frühen Handel unter Druck gekommen. Zuletzt brach der Wert um 17 Prozent ein. Die Aktie beschleunigte damit ihre Abwärtsbewegung seit Anfang September merklich. Mittlerweile notiert sie 20 Prozent unter dem Jahreshoch und befindet sich wieder in den Kursregionen zu Beginn des Jahres. Das Unternehmen hatte eine weit vorangeschrittene Phase-III-Studie mit dem Wirkstoff Efgartigimod Sc zur Behandlung des Sjögren-Syndroms gestoppt. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, zu deren Symptomen unter anderem starke Erschöpfung und extreme Trockenheit von Mund und Augen gehören. Die Analysten von Bernstein sprachen ungeachtet der heftigen Kursreaktion von einer nicht allzu überraschenden Nachricht. Man habe einer erfolgreichen Studie 3 nur eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent zugebilligt. Das Sjögren-Syndrom habe sich in der pharmazeutischen Forschung bislang als sehr schwieriges Thema erwiesen, seit über 20 Jahren hat es bis vor Kurzem keine nennenswerten Fortschritte gegeben. Die Erkrankung sei sehr heterogen, was die Auswahl geeigneter Testpersonen für klinische Prüfungen zu einem extrem schwierigen Unterfangen mache, so die Experten. Quelle: dpa-AFX https://www.ariva.de/news/aktie-im-fokus-argenx-aktie-bricht-ein-fehlschlag-12162610

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Highländer49
Argenx
Die Aktien von Argenx haben sich nach positiven Studiendaten zu einem Medikament am Montag von ihrer jüngsten Kursschwäche erholt. Im frühen Handel sprangen sie auf den höchsten Stand seit Ende Juli und gewannen zuletzt an der Spitze im EuroStoxx 50 noch 8,2 Prozent auf 790 Euro. https://www.ariva.de/news/aktie-im-fokus-argenx-steigen-in-richtung-rekordhoch-nach-12105986
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Highländer49
Argenx
Die Aktien von Argenx machen am Montag einen Kursrutsch wegen eines Medikamentenrückschlags durch. Die Titel des Biotechnologieunternehmens sackten an der Brüsseler Börse um bis zu zehn Prozent ab, was den größten Rückgang seit über sieben Monaten bedeutete. https://www.ariva.de/aktien/argenx-se-aktie/news/aktie-im-fokus-argenx-mit-kursrutsch-wegen-abgebrochener-rsf-11848256
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Häufig gestellte Fragen zur Argenx Aktie und zum Argenx Kurs

Der aktuelle Kurs der Argenx Aktie liegt bei 791,60 €.

Für 1.000€ kann man sich 1,26 Argenx Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Argenx Aktie lautet ARGNF.

Die 1 Monats-Performance der Argenx Aktie beträgt aktuell -6,63%.

Die 1 Jahres-Performance der Argenx Aktie beträgt aktuell 10,16%.

Der Aktienkurs der Argenx Aktie liegt aktuell bei 791,60 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -6,63% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Argenx eine Wertentwicklung von -0,41% aus und über 6 Monate sind es 16,78%.

Das 52-Wochen-Hoch der Argenx Aktie liegt bei 924,60 €.

Das 52-Wochen-Tief der Argenx Aktie liegt bei 567,20 €.

Das Allzeithoch von Argenx liegt bei 924,60 €.

Das Allzeittief von Argenx liegt bei 177,10 €.

Die Volatilität der Argenx Aktie liegt derzeit bei 38,69%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Argenx in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 979,27 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 25,00%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 979,27 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 25,00%.

9 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Argenx Kursziel beträgt 979,27 €. Das ist 25,00% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Argenx 8 x zum Kauf, 1 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

9 Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Argenx Kursziel beträgt 979,27 €. Das ist 25,00% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Argenx 8 x zum Kauf, 1 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

9 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 979,27 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von 25,00%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die Argenx Aktie bei 979,27 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der Argenx Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 55,07 Mrd. $

Insgesamt sind 66,2 Mio Argenx Aktien im Umlauf.

FMR Inc hält +8,36% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Argenx bei 66%. Erfahre hier mehr

Argenx hat seinen Hauptsitz in USA.

Argenx gehört zum Sektor Biotechnologie.

Das KGV der Argenx Aktie beträgt 27,95.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Argenx betrug 4.153.482.000 $.

Nein, Argenx zahlt keine Dividenden.


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