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ROUNDUP 4: Nach Warnstreik zusätzliche Flüge vom BER geplant

SCHÖNEFELD (dpa-AFX) - Nach dem Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER, der den Passagier-Flugverkehr lahmlegte, soll am Donnerstag wieder der reguläre Flugbetrieb aufgenommen werden. Gerechnet werde mit rund 80.000 Passagieren und damit einem normalen Verkehrstag, teilte die Flughafen-Gesellschaft mit. Im Tagesverlauf seien etwa 570 Flüge geplant. Airlines hätten bisher insgesamt 29 zusätzliche Starts und Landungen angesetzt, um Reisende zu befördern, die am Mittwoch wegen des Warnstreiks nicht fliegen konnten.

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Der Warnstreik sollte nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch bis zum Betriebsende um Mitternacht dauern.

Terminals fast menschenleer

"Alle Passagiere wurden von ihren Airlines rechtzeitig informiert und sind gar nicht erst zum Flughafen gekommen", sagte eine Sprecherin der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) nach Beginn des Warnstreiks. "Die Flüge wurden umgebucht oder alternative Reisewege angeboten." Betroffen waren den Betreibern zufolge rund 445 Flugbewegungen mit etwa 57.000 Passagieren.

Zum Warnstreik aufgerufen waren rund 2.000 Beschäftigte der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB). Darunter waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Feuerwehr, der Verkehrsleitung oder dem Terminalmanagement. Die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs galt deshalb als nicht möglich, auch wenn andere Bereiche wie die Bodenverkehrsdienste oder die Sicherheitskontrollen von Dienstleistern erfüllt wurden.

Senatorin mahnt beide Seiten zu rascher Einigung

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH kritisierte den Arbeitskampf als unverhältnismäßig, "gerade in einer durch den Iran-Krieg ohnehin sehr angespannten Lage", wie Flughafenchefin Aletta von Massenbach bereits vor einigen Tagen mitteilte. "Die nächste Verhandlungsrunde ist bereits fest für den 25. März angesetzt. Wir sind zuversichtlich, dass eine Einigung zustande kommt." Verkehrssenatorin Ute Bonde hatte beide Tarifparteien am Vortag dazu aufgerufen, aufeinander zuzugehen und rasch zu einer Lösung im Tarifkonflikt zu kommen.

Die Arbeitgeberseite hat in der zweiten Gesprächsrunde vergangene Woche ein erstes Angebot unterbreitet, das aus Sicht der Gewerkschaft aber nicht weit genug geht. Verdi fordert für die FBB-Beschäftigten unter anderem sechs Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen./maa/DP/zb

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