ROUNDUP 2: Nach Kiews Drohnenangriff auf Wohnheim 21 Tote geborgen

dpa-AFX  | 
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Das Kiewer Höhlenkloster, ein Wahrzeichen der ukrainischen Hauptstadt.
- pixabay.com:

MOSKAU (dpa-AFX) - Nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Wohnheim einer Berufsschule im russisch besetzten Gebiet Luhansk ist die Zahl der Toten laut Behörden auf 21 gestiegen. Es seien weitere Leichen aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Starobilsk gezogen worden, teilte das russische Zivilschutzministerium mit. Die Bergungsarbeiten seien abgeschlossen. Die Behörden hatten die Zahl der Toten nach dem Angriff am Freitag immer wieder erhöht. Es gab demnach nach letzten Angaben auch 42 Verletzte.

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Die Behörden setzten für Sonntag und Montag Trauer an. Die Opfer waren nach offiziellen Angaben zwischen 14 und 18 Jahren alt. Kremlchef Wladimir Putin hatte dem ukrainischen Militär einen "Terrorakt" vorgeworfen. Seinen Krieg gegen die Ukraine hatte er selbst 2022 begonnen und danach unter anderem das Gebiet Luhansk annektiert, das Kiew nun von Moskaus Besatzung befreien will.

Der ukrainische Generalstab warf Russland nach den Vorwürfen Putins Desinformation vor. In Starobilsk habe eine auf Drohnenangriffe gegen die Ukraine spezialisierte russische Militäreinheit operiert. Sie sei Ziel der Attacke gewesen.

Angriff auch Thema bei Vereinten Nationen

Putin hatte behauptet, es habe dort kein militärisches Ziel gegeben. Er kündigte auch eine Antwort auf den ukrainischen Schlag an. Auf Antrag Russlands befassten sich außerdem die Vereinten Nationen mit dem Angriff.

UN-Generalsekretär António Guterres kritisierte die Attacke. "Jeden Angriff auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verurteilen wir scharf, egal wo sie geschehen", sagte ein Sprecher von Guterres in New York. Der UN-Generalsekretär habe immer wieder betont, dass solche Angriffe völkerrechtswidrig seien und sofort aufhören müssten.

Beide Kriegsparteien behaupten stets, nur militärische Ziele anzugreifen. Trotzdem kommt es auf beiden Seiten immer wieder zu Toten und Verletzten unter Zivilisten sowie zur Zerstörung ziviler Infrastruktur. Die Verluste durch die russischen Angriffe in der Ukraine sind dabei um ein Vielfaches höher. Gleichwohl gibt es inzwischen mit Fortschreiten der ukrainischen Drohnentechnologie und vermehrten Angriffen Kiews auf Ziele in Russland auch mehr Opfer in der Zivilbevölkerung des Landes, das den Krieg vor mehr als vier Jahren begonnen hatte./mau/DP/zb



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