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Rheinmetall schwächelt – doch diese Milliardenstory ist noch nicht vorbei

Rheinmetall bleibt im ersten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Doch der Konzern verspricht neuen Schub im zweiten Quartal. Er verweist auf einen gigantischen Auftragsbestand.
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Deutsche Militärfahrzeuge in einem Konvoi. (Symbolfoto)
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Rheinmetall ist schwächer als erwartet in das Jahr gestartet. Der Rüstungskonzern setzte im ersten Quartal vorläufig rund 1,9 Milliarden Euro um. Analysten hatten im Schnitt mit etwa 2,3 Milliarden Euro gerechnet. Der operative Gewinn lag bei 224 Millionen Euro und blieb damit ebenfalls hinter der Markterwartung von 240 Millionen Euro zurück.

Der Konzern blickt dennoch zuversichtlich auf die kommenden Monate. Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) erwartet im zweiten Quartal 2026 eine deutliche Wachstumsbeschleunigung. Treiber sollen höhere Auslieferungen im Bereich Waffe und Munition sein. Zudem rechnet das Unternehmen mit der Abnahme bereits vorproduzierter Lastwagen für einen deutschen Kunden.

An der Jahresprognose hält Rheinmetall fest

Für 2026 stellt der Konzern einen Umsatz von 14 bis 14,5 Milliarden Euro und eine operative Marge von rund 19 Prozent in Aussicht. Seit Jahresbeginn berichtet Rheinmetall zudem in einer neuen Divisionsstruktur. Der zivile Bereich Power Systems wird wegen des geplanten Verkaufs nicht mehr separat ausgewiesen.

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Strategisch baut Rheinmetall sein Verteidigungsgeschäft weiter aus. Im April kündigte der Konzern ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Destinus Group für Raketensysteme an. Außerdem erhielt Rheinmetall eine große Rahmenvereinbarung der Bundeswehr zur Lieferung von Loitering Munition.

Serge Nussbaumer, Head Public Solutions und Kapitalmarktexperte bei Maverix Securities, sieht in den vorläufigen Zahlen keinen Bruch der Wachstumsgeschichte. Nach seiner Einschätzung zeigt Rheinmetall trotz eines weniger dynamischen Quartals, dass der Konzern die nächste Phase seiner Transformation erreicht hat. Er verweist vor allem auf die steigende Profitabilität, den hohen Auftragsbestand und die breitere Aufstellung des Geschäfts.

Besonders wichtig sei der Auftragsbestand, der zum 31. März 2026 auf 73 Milliarden Euro gestiegen sei, nach 56 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Darin enthalten sei erstmals Naval Systems mit rund 5,5 Milliarden Euro. Rheinmetall verfüge damit über eine außergewöhnlich hohe Visibilität, so Nussbaumer.

Auch die Integration des Marinegeschäfts bewertet er positiv. Rheinmetall erweitere sein Portfolio um den Bereich See und entwickle sich damit zu einem umfassenderen Anbieter für die deutsche Verteidigungsindustrie. Im März steuerte Naval Systems bereits 77 Millionen Euro Umsatz und acht Millionen Euro zum operativen Ergebnis bei.

Rheinmetall ist zudem in das Rennen um German Naval Yards Kiel eingestiegen. Der Rüstungskonzern hat ein unverbindliches Angebot für die Werft abgegeben. Sie gehört zur familiengeführten französischen CMN Naval Group. Sie ist im Marine- und Yachtbau aktiv und beschäftigt direkt rund 400 Mitarbeiter. Somit konkurriert Rheinmetall mit Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) Marine Systems.

Rheinmetall treibt den Ausbau seines Marinegeschäfts seit Monaten voran. Erst kürzlich übernahm der Konzern den deutschen Kriegsschiffhersteller Naval Vessels Lürssen. 

Zugleich bemüht sich Rheinmetall um weitere Großaufträge. Papperger bestätigte, dass der Konzern ein Angebot zur Lieferung von F126-Fregatten an Deutschland abgegeben hat. 

Autor: sbh-Redaktion/neb


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