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Friedenshoffnung geplatzt: Wo Anleger jetzt Alternativen finden

Die Hoffnung auf schnellen Frieden im Nahen Osten schwindet. Ölwerte profitieren. Südkorea jagt Rekorde. Profis sehen neue Chancen abseits des üblichen KI-Trades.
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Mann mit Smartphone und Tablet (Symbolbild).
Quelle: - © metamorworks / iStock / Getty Images Plus / Getty Images
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Der Nahost-Konflikt rückt wieder in den Mittelpunkt der Märkte. US-Präsident Donald Trump hat die iranische Antwort auf einen amerikanischen Friedensvorschlag  als inakzeptabel zurückgewiesen. Damit wächst bei Anlegern die Sorge vor einem neuen Aufflammen des Krieges.

Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners, sieht eine klare Neubewertung. Die Börsen hätten einen schnellen Frieden bereits eingepreist. Nun werde diese Hoffnung wieder ausgepreist.

Noch am Freitag hatte der S&P 500 ein Rekordhoch erreicht. Zugleich verbuchte der Index erstmals seit Oktober 2024 die sechste positive Woche in Folge.

In Europa fehlt den Aktienmärkten eine klare Richtung. Öl- und Gaswerte schneiden besser ab, weil die Rohölpreise wegen der Unsicherheit im Nahen Osten hoch bleiben. In Asien setzte der südkoreanische Kospi seine Rallye fort und erreichte ein weiteres Rekordhoch. Treiber waren Samsung Electronics und SK Hynix.

Colin Purdie, globaler Anlagechef von Manulife Investment Management, bleibt laut CNBC für Asien positiv. Zugleich sieht er den US-Dollar längerfristig eher schwach. Das könnte Chancen in Schwellenländern eröffnen. Anleger müssten dort aber sorgfältig auswählen, da sich die Märkte sehr unterschiedlich entwickelten.

Goldman Sachs bleibt für Südkorea bullish. Timothy Moe, Chef-Aktienstratege für den asiatisch-pazifischen Raum, hält das neue Kospi-Ziel von 9.000 Punkten sogar für konservativ. Er sieht bei südkoreanischen Unternehmen starken Gewinnschub, hohe Dynamik und kräftige Preissetzungsmacht im Speicherchip-Sektor.

Aus Sicht von Moe unterschätzt der Markt, wie lange der Zyklus hoher Halbleitergewinne anhalten kann. Bleiben die Gewinne drei bis fünf Jahre auf erhöhtem Niveau, könnte der Kospi weiter steigen.

Abseits des Künstliche-Intelligenz-Hypes sieht Anna Macdonald von Hargreaves Lansdown Chancen im britischen FTSE 100. Der Index enthält nur wenige Technologieunternehmen und ist breiter über Energie, Bergbau, Finanzdienstleister und Pharmawerte gestreut.

Marktbild gespalten

Der Nahost-Konflikt sorgt für Unsicherheit und stützt Ölwerte. Gleichzeitig treiben Halbleiteraktien in Südkorea die nächste Rekordrallye. Für Anleger zählen nun Auswahl, Diversifikation und ein genauer Blick auf geopolitische Risiken.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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