Siemens Energy erhöht das Tempo beim Aktienrückkauf. Im Geschäftsjahr 2026 will der Konzern nun Aktien für bis zu drei Milliarden Euro erwerben. Bisher waren zwei Milliarden Euro vorgesehen. Das Gesamtvolumen des im November angekündigten Programms bleibt bei sechs Milliarden Euro.
Rückenwind liefert die starke Cash-Entwicklung. Siemens Energy meldete einen Anstieg des freien Cashflows vor Steuern um 42 Prozent. Die hohe Nachfrage nach Rechenzentren für Künstliche Intelligenz stützt das Geschäft zusätzlich.
Die UBS bewertet die schnellere Umsetzung des Rückkaufs positiv. Nach zwei Quartalen mit starker Mittelzufuhr könne das Programm die Aktie stützen. Zudem habe Siemens Energy in den vergangenen sechs Monaten rund 20 Prozent schwächer abgeschnitten als GE Vernova.
Operativ bleibt die Auftragslage stark. Im zweiten Quartal 2026 erhielt Siemens Energy Gasturbinenaufträge über zwölf Gigawatt. Die Schweizer Großbank hatte mit rund zehn bis elf Gigawatt gerechnet. Damit blieb die Nachfrage fast auf dem hohen Niveau des ersten Quartals.
Die gesamten Verpflichtungen stiegen auf 87 Gigawatt. Davon entfallen rund 27 Gigawatt auf Slot-Vereinbarungen und 60 Gigawatt auf feste Bestellungen. Gegenüber dem ersten Quartal legte das Volumen um neun Prozent zu.
Der Konzern hatte seine Prognose bereits am 23. April angehoben. Für 2026 erwartet Siemens Energy nun ein organisches Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent. Die Marge vor Sonderposten soll zehn bis zwölf Prozent erreichen.
Besonders deutlich fällt die neue Cashflow-Prognose aus. Nach 4,9 Milliarden Euro im ersten Halbjahr rechnet Siemens Energy für das Gesamtjahr mit rund acht Milliarden Euro. Laut UBS liegt dieser Wert 36 Prozent über dem bisherigen Konsens.
Leichte Schwächen zeigten sich bei den Margen. Im Bereich Gas Services lag die Marge im zweiten Quartal bei 15,9 Prozent und damit unter der Konsensschätzung von 17,4 Prozent. Bei Grid Technologies belasteten zeitliche Effekte das Ergebnis.
Gesamtbild bleibt stark
Die UBS sieht Siemens Energy weiter getragen von hoher Nachfrage nach Gasturbinen, Netztechnik und Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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