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Putin beklagt Angriffe Kiews auf zivile Infrastruktur in Russland

MOSKAU (dpa-AFX) - Kremlchef Wladimir Putin hat eine Häufung ukrainischer Angriffe gegen zivile Objekte in Russland beklagt. "Immer öfter werden auch mit Drohnen Schläge gegen zivile Infrastruktur geführt", sagte er bei einer Sitzung zu Fragen der Sicherheit bei den bevorstehenden Dumawahlen im Herbst. Er verwies dabei auf die jüngsten Attacken gegen Ölreservoirs in der Schwarzmeerstadt Tuapse.

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Die Ukraine hat innerhalb der vergangenen zwei Wochen drei schwere Angriffe gegen Tuapse gestartet. Als nach der jüngsten Attacke in der Nacht zum Dienstag erneut schwere Brände ausbrachen, riefen die Behörden erstmals zur Evakuierung anliegender Straßenzüge auf. Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Als es regnete, schlugen sich die Ölpartikel in der Luft in schwarzen, schmierigen Flecken nieder, die Häuser und Autos verschmutzten - auch Menschen und Tiere litten darunter. Ölprodukte gelangten auch ins Schwarze Meer.

Putin: Keine ernsthafte Gefahr

Putin sprach in seiner Rede zwar von "potenziell schweren Folgen" für die Umwelt, dementierte aber, dass es derzeit ernste Gefahren für die Bewohner gebe. Die Behörden hätten alles im Griff, behauptete er nach einer Unterredung mit dem Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew.

Kiew zielt bei seinen Attacken bewusst auf die Ölindustrie, weil Russland mit deren Einnahmen den von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine finanziert. Auch Russland beschießt seit mehr als vier Jahren systematisch das Hinterland des Nachbarn und setzt dazu Drohnen und Raketen ein. Bei den russischen Attacken kommen in der Ukraine fast täglich Zivilisten zu Tode, Wohnhäuser und für die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerstört. Nach Darstellung Moskaus werden aber nur militärische und für die Rüstungswirtschaft relevante Objekte in der Ukraine angegriffen/bal/DP/he

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