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Protest in Herne: Aktivisten kritisieren Gaskraftwerkspläne

HERNE (dpa-AFX) - Aus Protest gegen die Gaskraftwerksstrategie der Bundesregierung haben Klimaaktivisten der Umweltorganisation Robin Wood am Kraftwerk in Herne ein großes Transparent ausgerollt. Mitten in der Klimakrise setze die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf den Bau neuer Gaskraftwerke und damit auf "gefährliche fossile Abhängigkeiten", kritisierten die Initiatoren der Aktion.

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Demonstranten bei einer Protestaktion (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Robin Wood setzt sich nach eigenen Angaben für eine klimafreundliche Energiewende, den Schutz von Natur und Umwelt und soziale Gerechtigkeit ein. In den vergangenen Jahren hatten die Aktivisten der Gruppe etwa Bäume besetzt, um Rodungen zu vermeiden oder im Zuge nicht angemeldeter Kletter- und Abseilaktionen an Gebäuden große Banner angebracht, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Der Energiekonzern Steag betreibt in Herne seit 2022 ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk. Mit der durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) produzierten Wärme können laut Steag rechnerisch 275.000 Haushalte mit Fernwärme aus Herne beheizt werden. Künftig soll die Anlage schrittweise auf einen anteiligen Betrieb mit Wasserstoff umgestellt werden. Auf seiner Homepage wirbt das Energieunternehmen damit, dass das neue Kraftwerk damit Pate für den anstehenden Zu- und Neubau von wasserstofffähigen Gaskraftwerken stehe.

Die Bundesregierung setzt auf den Ausbau solcher Gaskraftwerke und hat entsprechende Förderungen in Aussicht gestellt. Die Technologie soll im Zuge des geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten. Sie sollen künftig als Backups einspringen, wenn der Strombedarf durch erneuerbare Energien nicht zu decken ist - in sogenannten Dunkelflauten, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht.

Umweltverbände kritisieren die Pläne. Statt entschlossen in den Ausbau von Netzen und Batteriespeichern für erneuerbare Energien zu investieren, ziehe die Förderpolitik von Bundeswirtschaftsministerin Reiche zugunsten von Gaskraftwerken die Abkehr von fossilen Energien unnötig in die Länge, so das Argument der Klimabewegung./lic/DP/zb

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