"Kaum eine Maßnahme macht Mehrarbeit aber so unattraktiv wie Minijobs, am besten noch gepaart mit Ehegattensplitting und kostenloser Mitversicherung in der Krankenkasse. Und fertig ist der Sturm im Fehlanreize-Wasserglas. Gerade Frauen verharren an der Verdienstgrenze von 603 Euro, weil bei Mehrarbeit und Mehrverdienst auch Steuern und Abgaben mitunter so happig steigen, dass vom Verdienst gefühlt kaum etwas übrig bleibt - und der Ehemann ohnehin "genug" verdient. Doch die langfristigen Folgen wie Altersarmut oder fehlende Absicherung bei Arbeitslosigkeit für Minijobber werden angesichts des höheren Nettobetrags auf dem Konto oder bequemer Mitversicherung auf Kosten anderer Beitragszahler gern übersehen (...). Der Minijob war als Brücke in den Arbeitsmarkt gedacht, hat sich aber als Bremse für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Wirtschaftswachstum entpuppt."/DP/jha
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