Darum lässt dieser ETF den MSCI World jetzt weit hinter sich!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Der MSCI World hat sich in diesem Jahr zufriedenstellend entwickelt. Gegenüber dem ETF auf polnische Basiswerte muss er sich aber um Längen geschlagen geben!
Für dich zusammengefasst:
Der MSCI World Core ETF hat eine Rendite von 661,2.
Der polnische Aktienmarkt wächst schneller als der DAX.
Der MSCI Polen UCITS ETF hat ein Fondsvermögen von über 1 Mrd.
Langfristiger Vermögensaufbau: Der MSCI World ist gut ...
Unter vielen Anlegerinnen und Anlegern gilt der MSCI World als der heilige Gral des (passiven) Investierens. Mit seiner breiten Streuung, sowohl nach Branchen als auch Weltregionen, seiner hohen institutionellen Akzeptanz und einer großen Auswahl an günstigen und sehr günstigen ETFs nimmt er beim Vermögensaufbau zahlreicher Investoren eine Schlüsselrolle ein.
Der langfristige Erfolg des Welt-Index gibt Anlegerinnen und Anlegern Recht. Auf Jahressicht liegt der Core MSCI World UCITS ETF von iShares (BlackRock), der mit einem Fondsvolumen von 127,3 Milliarden Euro der größte ETF mit UCITS-Zulassung ist, 20,5 Prozent im Plus. Seit seiner Auflegung hat er eine Rendite von 661,2 Prozent erwirtschaftet. Damit wird er seiner Aufgabe Vermögensaufbau gerecht.
... doch manche ETFs sind schlicht noch deutlich besser!
Für Anlegerinnen und Anleger mit einem aktiveren Investmentansatz sind MSCI-World-ETFs aber nur bedingt geeignet. Die werfen zwar eine zuverlässige, vergleichsweise schwankungsarme Rendite ab, doch es gibt Index- und Länder-ETFs, welche den breit gestreuten Ansatz des MSCI World regelmäßig deklassieren.
Gegenwärtig lassen sich innerhalb Europas vor allem mit ETFs auf spanische und polnische Basiswerte signifikante Überrenditen erzielen. Beide Volkswirtschaften wachsen derzeit deutlich schneller als der Rest der Euro-Zone beziehungsweise der EU. Das Fallbeispiel zu Spanien können interessierte Leserinnen und Leser hier nachlesen.
Starke Entwicklung: Polen zieht dem Rest Europas davon
Der polnische Aktienmarkt ist innerhalb der EU einer der gegenwärtig dynamischsten. Das spiegelt das überdurchschnittlich hohe Wirtschaftswachstums der größten Volkswirtschaft Ostmitteleuropas wider. Der Leitzindex WIG20 hat in den vergangenen 12 Monaten 47,1 Prozent an Wert gewonnen.
Zum Vergleich: Der DAX notierte vor dem Wochenende mit einem Plus von knapp 8 Prozent, für im Euro Stoxx 50 notierte Werte ging es im zurückliegenden Jahr um immerhin rund 15 Prozent bergauf. Der MSCI Poland UCITS ETF von iShares spiegelt die Outperformance mit einem Plus von fast 53 Prozent eindrucksvoll wider.
Deutlich höheres Wirtschaftswachstum
Die Gründe für die Outperformance sowohl der polnischen Wirtschaft als auch des polnischen Aktienmarktes sind vielfältig. Der offensichtlichste Grund ist die deutlich höhere Konjunkturdynamik. Während die deutsche Wirtschaft 2026 mit einem mageren Plus von 1,1 bis 1,2 Prozent wachsen dürfte, steht Polen vor einem Anstieg um 3,3 bis 3,5 Prozent.
Schon in den vergangenen Jahren wuchs die Wirtschaftsleistung des östlichen Nachbarn deutlich schneller. Das geht aber nicht nur auf nach Nachholeffekte zurück, sondern hat handfeste strukturelle Gründe. Zum einen ist es den vergangenen Regierungen gelungen, die EU-Fördergelder sinnvoll einzusetzen. Vor allem die Investitionen in Verkehrsinfrastruktur zahlen sich inzwischen aus.
Durch die stark verbesserten Verkehrswege ist Polen auch dank einer zunehmend gut ausgebildeten Bevölkerung inzwischen zu einem begehrten Gewerbe- und Industriestandort geworden. Gleichzeitig holt das Lohnniveau zwar auf, ist aber deutlich geringer als in Westeuropa. Das erinnert an das Verhältnis zwischen Mexiko und den USA: Polen dient immer mehr als für Unternehmen attraktive Werkbank für den Rest Europas.
Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur
Die Gelder aus Brüssel hat Warschau auch für die konsequente Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung genutzt und ist damit dem Beispiel der Baltikum-Staaten gefolgt. Das zeichnet sich jetzt in einer hohen Erreichbarkeit von Institutionen und kurzen Wartezeiten auch für Unternehmensgründer aus.
Gleichzeitig sorgt das steigende Lohnniveau für Kaufkraftgewinne, was den in anderen europäischen Volkswirtschaften notorisch schwachen Binnenkonsum stützt. Zwar hat Polen mit einer ungünstigen demographischen Entwicklung zu kämpfen, doch der Zuzug hunderttausender ukrainischer Geflüchteter hat Polen eine dringend benötigte "Frischzellen-" und "Verjüngungskur" beschert, auch wenn die Spannungen derzeit zunehmen.
Outperformance dürfte über 2026 hinaus anhalten
Diese Entwicklungen, sowie höhere Staatsausgaben für den Verteidigungs- und Energiebereich, dürften der polnischen Wirtschaft auch über 2026 hinaus ein anhaltend hohes Wirtschaftswachstum bescheren. Die Regierung selbst rechnet für 2027 mit 3,0 bis 3,1 Prozent, unabhängige Institute prognostizieren etwas weniger. 2028 dürfte Polen klar unter 3 Prozent liegen, aber weiter ein Outperformer bleiben.
Für die beiden größten Volkswirtschaften der EU, Deutschland und Frankreich, sind dagegen 1,3 und 1,0 Prozent für 2027 sowie 1,4 und 1,2 für 2028 prognostiziert. Damit dürfte der polnische Aktienmarkt ein Outperformer bleiben, zumal das Bewertungsniveau hier mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 14 weiter unter dem Mittel anderer europäischer Aktienmärkte liegt, womit die Chance auf eine Aufholjagd besteht.
Die beste (und zugegeben auch nur eine von insgesamt drei) Möglichkeit, von den starken Aussichten für den polnischen Aktienmarkt zu profitieren, ist der eingangs erwähnte MSCI Polen UCITS ETF, der inzwischen über ein Fondsvermögen von über einer Milliarde Euro verwaltet. Er setzt sich aus insgesamt 16 Positionen zusammen.
Die drei größten sind die beiden Bankwerte PKO Bank Polski und die Bank Polska Kasa Opieki sowie der Energieversorger und Mineralölkonzern ORLEN. Eine weitere bedeutende Position ist der in Luxemburg notierte Online-Händler Allegro, der sich in den vergangenen Jahren zum "Amazon Osteuropas" entwickelt hat. Auch die Gaming-Schmiede CD Projekt ist eine spannende Fondsposition.
Der MSCI Polen UCITS ETF setzt auf eine physische Replikationsmethode, was ihn besonders sicher macht. Die Gesamtkostenquote (TER) ist mit 0,74 Prozent vergleichsweise hoch – gerade gegenüber MSCI-World-ETFs. Das wird allerdings durch die signifikante Outperformance gerechtfertigt und fällt mit Blick auf die starke Entwicklung nur wenig ins Gewicht. Wer nicht nur passiv, sondern auch etwas aktiver investieren möchte, sollte sich die Polen-Power ins Depot holen.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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