- 214 Schiffe wurden 2023 in Südasien verschrottet.
- Im letzten Jahr starben elf Arbeiter bei Abwrackungen.
- Die Hongkong-Konvention soll Schiffsrecycling regulieren.
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"Bangladesch und Indien sind nach wie vor die erste Wahl der Schifffahrtsindustrie für die Verschrottung", heißt es in der Mitteilung der Nichtregierungsorganisation. Dabei sei dokumentiert, dass dort an Stränden unter menschen- und umweltgefährdenden Bedingungen gearbeitet werde.
Elf Arbeiter sind laut Bericht getötet worden
Nach Angaben der Shipbreaking Platform haben in Südasien vergangenes Jahr elf Arbeiter von Abwrackwerften das Leben verloren. Mindestens 62 seien verletzt worden, weil Sicherheitsstandards nicht eingehalten worden seien.
Hunderte Tanker der Schattenflotte müssen abgewrackt werden
Die Shipbreaking Platform weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren wegen hoher Nachfrage an Transporten eher wenige Schiffe abgewrackt worden seien. Die Organisation geht davon aus, dass sich die Entwicklung in den nächsten Jahren umkehren wird. Ein Rückstau habe sich gebildet.
So müssten Hunderte Tanker von Schattenflotten in den nächsten Jahren verschrottet werden. Einer Schattenflotte gehören Schiffe an, die genutzt werden, um den westlichen Sanktionssystemen zu entgehen.
Kritik: Neue Konvention wird Erwartungen nicht gerecht
Im Juni 2025 ist die Hongkong-Konvention in Kraft getreten, die internationale Standards für das Schiffsrecycling festgelegt. In der Europäischen Union gelten bereits strengere Regeln.
Die Shipbreaking Platform kritisiert: Auch in bangladeschischen Abwrackwerften, die unter die Konvention fielen, sei es zu Unfällen gekommen. "Es ist offensichtlich, dass die Hongkong-Konvention keinen Standard festlegt, der sichere und umweltverträgliche Praktiken gewährleistet", sagte die Geschäftsführerin der Organisation, Ingvild Jenssen./lkm/DP/zb
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