WIEN (dpa-AFX) - Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) rechnet in diesem Jahr mit einem deutlich schwächeren Wachstum der globalen Ölnachfrage als bisher. Für das laufende Jahr erwartet das Kartell nur einen Anstieg der Nachfrage um 200.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag, wie aus dem am Dienstag in Wien veröffentlichten Monatsbericht des Ölkartells hervorgeht. Im vorangegangenen Monatsbericht hatte das Ölkartell für 2026 noch einen Anstieg der globalen Nachfrage um durchschnittlich 580.000 Barrel pro Tag erwartet.
Für dich zusammengefasst:
Opec erwartet schwächere Ölnachfrage in diesem Jahr.
Nachfrageanstieg von 200.000 Barrel pro Tag wird prognostiziert.
Russland förderte im September 8,643 Millionen Barrel pro Tag.
Das schwächere Wachstum der Nachfrage ist nach Einschätzung der Opec vor allem in den USA zu beobachten. Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, wird Ende des Jahres eine weltweite Nachfrage nach Rohöl von durchschnittlich 107,7 Millionen Barrel pro Tag erwartet. Im kommenden Jahr rechnet die Opec wieder mit einem deutlich stärkeren Anstieg. Die globale Ölnachfrage dürfte Ende 2007 bei durchschnittlich 110,0 Millionen Barrel pro Tag liegen.
Die Opec-Experten gehen davon aus, dass die Fördermenge des Kartells im September bei durchschnittlich 25,097 Millionen Barrel pro Tag lag. Der Ölverbund Opec+ aus Ländern des Kartells und anderer wichtiger Förderstaaten, darunter Russland, hatten zu Beginn des Monats die Förderung erneut unverändert belassen.
Der Ölmarkt wird seit Monaten von den Folgen des Iran-Kriegs und der damit verbundenen Behinderungen von Schiffstransporten durch die Straße von Hormus belastet. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Dezember hielt sich zuletzt bei über 104 Dollar (Dollarkurs) je Barrel. Damit hat sich der Rohstoff seit Beginn des Jahres mehr als 70 Prozent verteuert.
Darüber hinaus wird der Ölmarkt auch durch die Folgen des Kriegs zwischen der Ukraine und Russland beeinflusst. Die Opec geht in ihrem Monatsbericht aber davon aus, dass sich der Rückgang der russischen Rohölförderung im September verlangsamt hat, weil das Land mehr Öl ins Ausland verschifft. Nach Einschätzung der Opec-Experten förderte Russland im vergangenen Monat durchschnittlich 8,643 Millionen Barrel pro Tag. Dies entspricht einem Rückgang von 38.000 Barrel pro Tag im Vergleich zum August, der wiederum um 174.000 Barrel unter dem Juli-Wert gelegen hatte./jkr/mis
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