Die ukrainische Flagge weht über dem Stadtbild von Kiew.
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dpa-AFX  | 
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Neue Stromausfälle in der Ukraine durch Luftangriffe

KIEW (dpa-AFX) - In der Ukraine haben russische Luftangriffe in der Nacht weitere großflächige Stromausfälle verursacht. In den Gebieten Charkiw und Schytomir seien Verbraucher ohne Strom, teilte das Energieministerium in Kiew mit. "Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten werden überall dort durchgeführt, wo es die Sicherheitslage zulässt", hieß es. Im Gebiet Dnipropetrowsk ordnete der staatliche Versorger Ukrenergo wegen früherer Schäden am Netz Notabschaltungen an.

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Drohneneinschläge wurden auch aus Lwiw und Kiew und aus frontnahen Städten wie Slowjansk und Kramatorsk gemeldet. Die neuen Stromausfälle belegen, wie geschwächt die Energieversorgung der Ukraine mittlerweile ist. Denn der russische Angriff war mit 82 Drohnen, wie die ukrainische Luftwaffe zählte, einer der schwächsten der vergangenen Wochen.

Seit Anfang Oktober habe Russland 11 Wasserkraftwerke, die 45 größten Strom- und Heizkraftwerke der Ukraine, 49 reine Heizkraftwerke und 151 Umspannwerke beschossen, teilte der Geheimdienst SBU mit. Die systematischen Angriffe auf das Energienetz seien wegen ihrer Auswirkung auf die Zivilbevölkerung rechtlich als Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzustufen.

Stromnetz in Kiew weiter im Notfallmodus

Am schwierigsten sei die Lage weiterhin in der Hauptstadt Kiew, teilte das Energieministerium mit. "Im Großraum Kiew gelten Netzbeschränkungen." Man könne deshalb bislang nicht zu geplanten stundenweisen Abschaltungen übergehen, die mehr Verlässlichkeit bieten.

Die Dreimillionenstadt ist seit einem schweren Angriff vom vergangenen Freitag fast vollständig gelähmt. Strom, Heizung und Wasserversorgung können nur allmählich wiederhergestellt werden. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf deshalb dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko mangelnde Vorbereitung auf solche Notlagen vor.

Konflikt zwischen Selenskyj und Klitschko

Klitschko, bei der Präsidentenwahl 2019 Konkurrent Selenskyjs, sprach von "ununterbrochenem Hass" seitens der Führung. In fast vier Jahren Krieg habe der Präsident nicht einmal mit ihm gesprochen, bemängelte er.

Auch das Gebiet Odessa am Schwarzen Meer ist nach Angaben des Energieministeriums immer noch auf dem Stand von Notabschaltungen. Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit Februar 2022 mit einem verheerenden Krieg./fko/DP/jha

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