Die USA befinden sich seit dem 1. Oktober im Regierungs-Shutdown. Im Kongress waren sich die beiden Parteien nicht über die weitere Finanzierung der Regierungs-Aktivitäten einig geworden. Deshalb ruhen zahlreiche nicht systemrelevante Regierungsfunktionen bis auf Weiteres. In der Geschichte der USA gab es bereits mehrere Shutdowns, doch der Verlauf und der Ausgang eines Jeden sind einzigartig. Der längste Shutdown dauerte 35 Tage und fand von 2018 bis 2019 ebenfalls unter Trump statt. Die Märkte reagierten auf den aktuellen Shutdown vorerst gelassen, da das Ereignis vorhersehbar war.
Der US-lastige MSCI World Index erklimmt neue Allzeithochs und ist nun mit einem 22er KGV bewertet. Das liegt zwar deutlich über den langjährigen Mittelwerten, doch trotz der im Jahresverlauf gestiegenen Kurse ist das KGV im Vergleich zum Jahresbeginn nicht mehr gestiegen. Das zeigt, dass die Gewinne der Unternehmen fundamental nachgezogen sind und einen Teil der Kursgewinne rechtfertigen.
Im neuen ETF-Finder haben wir mithilfe des Filters nach Fondsgröße den größten MSCI World ETF ausgewählt. Anhand dessen wird das Gewinnwachstum nun auch fundamental so sichtbar, wie du es von Aktien kennst. Das Gewinnwachstum (links) wurde in der Summe aller enthaltenen Unternehmen vor allem durch Margensteigerungen (rechts) erzielt.
Fundamentale Kennzahlen zum MSCI World werden im neuen ETF-Finder sichtbar
Im MSCI-World gehören die sogenannten Big-Tech Hyperscaler wie Microsoft oder Meta zu den mit Abstand größten Positionen, wodurch ein beträchtliches Klumpenrisiko entsteht, welches der ETF-Finder grafisch anzeigt. Je größer der orangenfarbene „Bauch“, desto weiter ist die tatsächliche Gewichtung der Aktien im ETF von einer gleichmäßigen Verteilung (grüne Linie) entfernt.
Zudem wird ersichtlich, dass nur acht der etwas über 1.300 Aktien im iShares Core MSCI World 25 Prozent des ETFs ausmachen. Dieses Klumpenrisiko wiegt umso schwerer, als dass das Wachstums der oben genannten Techgiganten vom KI-Boom getrieben wird. Sollte dieser erlahmen, käme es zu Überinvestitionen in Rechenzentren und einer anschließenden heftigen Korrektur im MSCI World.
Im September hat die FED außerdem eine kleine Zinssenkung um 25 Basispunkte bekanntgegeben. Zuvor waren die Zinsen aufgrund der Unsicherheit über die Auswirkungen von Zöllen auf die Inflation einige Monate lang unverändert belassen worden. Nun aber rückte der schwächer werdende Arbeitsmarkt verstärkt in den Fokus, denn die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist das zweite Mandat der FED neben der Bewahrung der Preisstabilität.
Für die Bewertung von Aktien sind wiederum langfristige Zinssätze von Anleihen als alternative Anlageform relevant. Die Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen pendelt beispielsweise seit rund zwei Jahren im Wesentlichen zwischen vier und fünf Prozent. US-Anleihen werden jedoch nicht länger als risikolose Alternativen gesehen und reflektieren deshalb inzwischen einen kleinen Risikoaufschlag.
Zielrate der FED und Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen
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