- Das Sturmtief "Leonardo" führte zu Überschwemmungen.
- In Portugal starb ein 70-Jähriger durch Hochwasser.
- Behörden evakuieren eine ganze Kleinstadt in Andalusien.
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Räumung einer ganzen Kleinstadt
Im spanischen Andalusien ordneten die Behörden die Evakuierung einer gesamten Kleinstadt an. Binnen einer Woche seien in der Stadt Grazalema 800 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen. Angesichts des mit Wasser gesättigten Erdreichs könne die Stabilität von Mauern und Abhängen in dem Ort nicht mehr garantiert werden, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE.
In der bei Touristen beliebten Regionalhauptstadt Sevilla stürzte am frühen Morgen durch den Sturm eine der schweren Lilientöpfe vom Glockenturm La Giralda der Kathedrale in die Tiefe. Wie durch ein Wunder kam niemand zu Schaden. In ganz Südspanien traten Flüsse über die Ufer und Tausende Menschen mussten in großer Hast aus ihren Häusern fliehen. Der Zugverkehr kam zum Erliegen und auch viele Straßen waren nicht mehr passierbar.
Diskussion in Portugal um Verschiebung der Präsidentenwahl
In Portugal forderte einer der beiden Kandidaten für die am Sonntag geplante Stichwahl um das Präsidentenamt, der Rechtspopulist André Ventura, eine Verschiebung der Wahl. Der staatliche TV-Sender RTP berichtete jedoch unter Hinweis auf das Wahlgesetz, eine Verschiebung sei nicht landesweit, sondern nur in besonders betroffenen Gemeinden möglich.
Viele Orte und Straßen vor allem entlang von Flüssen, die über die Ufer traten, standen unter Wasser. Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida schätzte die durch den Extremsturm "Kristin" vergangene Woche angerichteten Schäden auf mehr als vier Milliarden Euro. Mit dem Tod des 70-jährigen Autofahrers erhöhte sich die Zahl der seit vergangener Woche durch Stürme ums Leben gekommenen Menschen auf elf. Auch für die kommenden Tage wurden weitere Unwetter befürchtet./ro/DP/jha
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