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Markt liegt falsch? Warum 2026 noch nicht richtig eingepreist ist

Zyklische Aktien haben die Defensive klar geschlagen. Doch Strategen sehen den Markt noch nicht am Ziel. Welche Branchen zurückliegen und wo die nächste Aufholjagd starten könnte.
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Zyklische Aktien haben in den vergangenen Wochen deutlich an Boden gewonnen. Nach Angaben von Seeking Alpha erzielten sie laut einer Analyse von Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) jüngst an 14 aufeinanderfolgenden Handelstagen eine bessere Wertentwicklung als defensive Titel, bevor es zuletzt zu einer Gegenbewegung kam.

Trotz dieser Erholung und eines spürbar wachsenden Konjunkturoptimismus sind die Märkte nach Einschätzung von Goldman Sachs noch nicht vollständig auf stärkere Wachstumsperspektiven für das Jahr 2026 eingestellt.

Interne Rotationsmuster am Aktienmarkt sowie Signale aus anderen Anlageklassen deuten darauf hin, dass Investoren derzeit ein reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von rund 2,0 Prozent für das kommende Jahr einpreisen. Dieser Wert entspricht zwar dem Marktkonsens, liegt aber unter der Prognose von Goldman Sachs, die bei 2,5 Prozent liegt.

Innerhalb der zyklischen Werte zeigen sich dabei weiterhin Lücken. Vor allem Konsumtitel sowie Bauunternehmen hinken laut Goldman der Entwicklung hinterher. Das sei ungewöhnlich, wenn Anleger tatsächlich von einer stärkeren wirtschaftlichen Beschleunigung ausgehen würden.

Besonders aufmerksam verfolgen die Strategen Aktien mit Engagement im Gewerbebau. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe ist den Bereichen Landverkehr und Bauprodukte zuzuordnen. Genau diese Segmente könnten laut Goldman eine Aufholbewegung starten, sobald die Märkte ein höheres Wachstum konsequenter einpreisen.

Unternehmen

Gesamtrendite seit Jahresbeginn
Steel Dynamics, Inc. 53 Prozent
Commercial Metals Company 46 Prozent
Nucor Corporation 45 Prozent
Analog Devices, Inc. 36 Prozent
Armstrong World Industries, Inc. 34 Prozent
Zurn Elkay Water Solutions Corporation 29 Prozent
Norfolk Southern Corporation 28 Prozent
Allegion Public Limited Company 27 Prozent
Microchip Technology Incorporated 24 Prozent
CSX Corporation 17 Prozent
XPO, Inc. 14 Prozent
Core & Main, Inc. 12 Prozent
Union Pacific Corporation 6 Prozent
Canadian Pacific Kansas City Limited 5 Prozent
Jacobs Solutions Inc. 4 Prozent
A. O. Smith Corporation 3 Prozent
Graco Inc. 1 Prozent
Stanley Black & Decker, Inc. 0 Prozent
Canadian National Railway Company -1 Prozent
AECOM -6 Prozent
Honeywell International Inc. -7 Prozent
Carlisle Companies Incorporated -8 Prozent
Old Dominion Freight Line, Inc. -9 Prozent
Axalta Coating Systems Ltd. -11 Prozent
PPG Industries, Inc. -12 Prozent
Lennox International Inc. -15 Prozent
Carrier Global Corp. -20 Prozent
TFI International Inc. -23 Prozent
Saia, Inc. -25 Prozent

Stand: Seeking Alpha, 14. Dezember 2025

Aus Sicht von Goldman Sachs deutet diese breite Streuung darauf hin, dass der Markt eine stärkere konjunkturelle Beschleunigung bislang nur teilweise widerspiegelt. Sollte sich der Wachstumsausblick für 2026 weiter verbessern, könnten vor allem die bislang zurückgebliebenen zyklischen Titel von einer nachholenden Neubewertung profitieren.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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