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Wer schon länger an der Börse aktiv ist, erinnert sich nicht nur an die Weltfinanzkrise 2008/2009, sondern auch an das Drama um Infineon. Damals verkam die Aktie zum Pennystock, markierte Tiefstände bei 0,35 EUR und löste als „Blue Chip“ heftige Debatten über die Seriosität und das Regelwerk des DAX aus. Da jedoch das Handelsvolumen ein Hauptkriterium für die Indexzugehörigkeit war und die Aktie bei Anlegern extrem populär blieb, schaffte der Wert sechs Monate nach seinem Rausschmiss aus dem DAX im September 2009 wieder die Rückkehr in die erste Liga. Daniel und Franz-Georg erinnern sich noch gut: Damals musste bei Börse Online praktisch täglich mindestens ein Beitrag zu Infineon erscheinen.
Die Gegenwart könnte kaum gegensätzlicher aussehen. Mit einem Preisaufschlag von knapp 60 Prozent zur 200-Tage-Linie führt Infineon derzeit die Rangliste der 40 DAX-Werte an und demonstriert damit die höchste Trendstärke im Index. Historisch betrachtet ist dies jedoch ein Warnsignal: Abgesehen von der Sondersituation nach der Finanzkrise endeten seitdem alle Rallyphasen spätestens bei einem Aufschlag von etwa 40 Prozent (rote Pfeile).
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Kurzum: Die Aktie ist massiv „überhitzt“. Wie zuletzt in unserem Deutschland26-Depot praktiziert via Call WKN JT9VSA , sind Teilgewinnmitnahmen hier mehr als sinnvoll. Da der jüngste Anstieg sehr dynamisch verlief, mangelt es in unmittelbarer Nähe an tragfähigen Haltezonen – das dünne Volumendiagramm am linken Rand zeigt dies deutlich. Erst im Bereich des alten Hochs bei rund 48 EUR ist wieder mit nennenswertem Kaufinteresse zu rechnen. Gegen diesen starken Trend direkt zu wetten, bleibt aber ein sehr spekulatives Unterfangen. Um von einer möglichen und überfälligen Atempause zu profitieren, bietet sich ein Capped-Put mit der WKN VY3CQH an.

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