- Zahl der Entbindungsstationen seit 1991 halbiert.
- Krankenhausbetten in Frauenheilkunde sank um 63,7%.
- In ländlichen Gemeinden ist Zugang zu Kliniken eingeschränkt.
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Ähnliches gilt für die entsprechenden Fachabteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe: Deren Zahl nahm von 1.275 im Jahr 1991 auf 758 im Jahr 2024 ab - ein Rückgang um 40,5 Prozent. Darunter fallen auch Abteilungen für Frauenheilkunde, in denen keine Entbindungen stattfanden.
Trotz Abbaus bleiben Betten leer
Seit 1991 ging die Zahl der Krankenhausbetten in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe von rund 66.400 auf 24.100 im Jahr 2024 zurück - minus 63,7 Prozent. Die Betten waren trotz des Abbaus weniger belegt: Die Auslastung sank von 77,4 Prozent im Jahr 1991 auf 56,4 Prozent im Jahr 2024. Grund ist unter anderem, dass die Patientinnen im Schnitt deutlich schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden als früher.
Je ländlicher, desto länger der Weg
Die Zahl der Entbindungskliniken und der Fachabteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist seit 1991 in allen Bundesländern gesunken, der Rückgang fällt aber unterschiedlich stark aus. In Großstädten können fast alle Frauen zwischen 16 und 49 Jahren ein entsprechendes Krankenhaus innerhalb von 15 Minuten mit dem Auto erreichen.
In Mittelstädten trifft dies auf knapp drei Viertel zu, in größeren Kleinstädten auf weniger als die Hälfte. In ländlichen Gemeinden sind lediglich knapp ein Drittel dieser Altersgruppe binnen 15 Minuten in einer entsprechenden Klinik.
Fachgesellschaft befürwortet Zentralisierung
Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sieht zwei Gründe für den Abbau: "der ökonomische Druck und die mangelnde Verfügbarkeit von Fachpersonal". Die Zentralisierung der Geburtshilfe habe aber auch Vorteile: "In kleinen Abteilungen ist die Gefahr für schwere Komplikationen oder auch das Risiko, dass aus einer kleinen eine große Komplikation wird, sehr viel höher", argumentiert die Fachgesellschaft./sat/DP/zb
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