Heliostar übernimmt das Goldstrike-Projekt über eine Tochtergesellschaft und erhält damit die vollständige Kontrolle über das Projekt. Die genaue Struktur läuft über mehrere Firmen, dient aber vor allem dazu, den Kauf rechtlich sauber abzuwickeln. Für das Unternehmen bedeutet das: Alle Rechte am Projekt gehen an Heliostar Metals über. Der Kaufpreis belaufe sich auf insgesamt 72,5 Mio. US-Dollar und werde in mehreren Tranchen gezahlt. Das Unternehmen erklärt, zunächst würden 10 Mio. US-Dollar in bar sowie 2,5 Millionen US-Dollar in Heliostar Metals Aktien ausgegeben. Weitere Zahlungen seien über Zeiträume von bis zu fünf Jahren vorgesehen und an bestimmte Meilensteine gekoppelt. Dazu zählten Infrastrukturfortschritte sowie der Abschluss einer Feasibility Study, also einer wirtschaftlichen Machbarkeitsprüfung. CEO Charles Funk erklärte, Goldstrike stelle eine attraktive Gelegenheit dar, ein Goldvorkommen mit etwa einer Million Unzen zu günstigen Konditionen zu sichern. Gleichzeitig erweitere das Unternehmen damit seine Präsenz in einer bedeutenden Bergbauregion.
Das Goldstrike-Projekt liege laut Unternehmensangaben rund 50 Kilometer nordwestlich von St. George im Bundesstaat Utah und umfasse eine Fläche von 5.173 Hektar. Das Gebiet bestehe aus privat gesicherten Bergbaurechten sowie staatlichen Nutzungsrechten und ergänzenden Pachtflächen. Diese Kombination ermögliche eine zusammenhängende Projektentwicklung. Heliostar kündigt an, weitere technische Details erst zu veröffentlichen, sobald entsprechende Auswertungen abgeschlossen seien.
Das Unternehmen übernimmt mit dem Projekt eine bestehende Ressource und sichert sich damit einen historischen Produktionsstandort mit vorhandener Infrastruktur.
-975.000 Unzen Gold in der Kategorie Indicated mit einem durchschnittlichen Goldgehalt von 0,46 Gramm pro Tonne.
-90.000 Unzen Gold in der Kategorie Inferred mit 0,31 Gramm pro Tonne.
Die Kategorie Indicated bedeute, dass die Datenlage eine verlässliche Einschätzung ermögliche. Inferred weise hingegen auf eine geringere Sicherheit hin, weshalb weitere Bohrungen erforderlich seien. Das Management erklärte, der vergleichsweise niedrige Goldgehalt deute auf ein großvolumiges Vorkommen hin, bei dem große Gesteinsmengen verarbeitet werden müssten.
Das Goldstrike-Projekt sei bereits in der Vergangenheit betrieben worden. Zwischen 1988 und 1996 seien rund 209.000 Unzen Gold sowie 198.000 Unzen Silber im Tagebaubetrieb gefördert worden. Das Unternehmen verwies darauf, dass vorhandene Infrastruktur wie Straßen, eine nahegelegene Stromleitung sowie die Nähe zu einer Stadt die Entwicklung beschleunigen könnten.
Heliostar beschrieb das Projekt als sogenanntes Carlin-Typ-Goldsystem. Dabei handele es sich um fein verteiltes Gold in bestimmten Gesteinsarten, das häufig in großen Lagerstätten vorkomme. Das Management erklärte, dass etwa 96 Prozent der bisherigen Bohrungen weniger als 200 Meter tief seien. Daraus lasse sich ableiten, dass in größeren Tiefen zusätzliches Potenzial bestehen könnte. Neben Gold sehe das Unternehmen auch Chancen bei Antimon. Dabei handele es sich um ein Metall, das für Flammschutz, Legierungen, Militär, Solar eingesetzt werde. Frühere Proben und historische Förderung würden auf entsprechendes Potenzial hindeuten.
Heliostar verfolge laut CEO das Ziel, zu einem mittelgroßen Goldproduzenten zu wachsen. Das Unternehmen verfüge bereits über produzierende Minen wie La Colorada und San Agustin sowie über Entwicklungsprojekte wie Ana Paula und Cerro del Gallo. Das Management erklärte, nach Abschluss der Transaktion werde es die vorhandenen Daten auswerten, wirtschaftliche Szenarien prüfen, Antimon-Vorkommen testen und strategische Optionen für das US-Portfolio analysieren.
Das Unternehmen teilt mit, der Abschluss der Transaktion stehe noch unter regulatorischen Vorbehalten und solle innerhalb von 30 Tagen erfolgen, sofern alle Bedingungen erfüllt würden. Ein technischer Bericht nach dem Standard NI 43-101 werde innerhalb von 45 Tagen veröffentlicht werden. Im weiteren Verlauf würde das Unternehmen die Entwicklungsmöglichkeiten des Projekts prüfen und könnte auf Basis zusätzlicher Analysen über den Ausbau entscheiden.
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