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Gold – Zwischenkorrektur legt Basis für neue Aufwärtsbewegung!

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Volatil präsentierte sich in den vergangenen Wochen die Entwicklung beim Goldpreis. Nachdem die Goldpreisnotierungen zwischenzeitlich mit 5.500 USD neue Rekordstände markiert hatten, kam der Goldpreis zum Ende der vergangenen Handelswoche nach der Nominierung von Kevin Warsh als neuer US-Notenbankchef deutlich unter Druck. Nach den zuletzt gesehenen heftigen Rücksetzern beim Goldpreis hat sich das Chartbild zuletzt deutlich eingetrübt. Übergeordnet bleibt der langfristige Aufwärtstrend beim Goldpreis unserer Einschätzung nach jedoch weiter intakt.

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Die Lage: Geopolitische Spannungen und Iran-Krise befeuern Nachfrage nach Gold!

Gold konnte zuletzt einmal mehr von seinem Nimbus als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten profitieren. Hintergrund ist die sich weiter zuspitzende Situation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nachdem die USA ihre Militärpräsenz im Nahen Osten weiter systematisch verstärkt haben, wird ein Militärschlag der US-Streitkräfte auf den Iran nach Einschätzung vieler Beobachter immer wahrscheinlicher. Zwar laufen nach Aussage von US-Präsident Donald Trump aktuell informelle Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, um eine militärische Konfrontation abzuwenden. Da der Iran im Falle einer Militärintervention mit Angriffen auf US-Standorte in dieser Region und Israel gedroht hat, könnte die Lage rasch eskalieren. Ein weiterer Faktor, der die Goldnachfrage in den vergangenen Monaten zuletzt weiter befeuerte, war der Verfall des US-Dollars. Angesichts der weiter steigenden US-Staatsverschuldung und rekordhoher US-Verteidigungsetats gab die US-Leitwährung gegenüber dem Euro und anderen Leitwährungen deutlich nach. Nachdem aller Voraussicht nach Kevin Warsh die Nachfolge von Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank übernehmen wird, erholte sich der Greenback zuletzt gegenüber dem Euro und anderen Leitwährungen. Warsh gilt zwar als Verfechter einer lockeren US-Geldpolitik. Allerdings gehen viele Marktteilnehmer nicht davon aus, dass Warsh die US-Leitzinsen angesichts der weiter bestehenden Inflationsgefahren deutlich senken wird, um die US-Leitwährung wieder zu stabilisieren. Da viele institutionelle Investoren aufgrund der anhaltenden Schwäche des Greenback von US-Staatsanleihen in Edelmetalle wie Gold umgeschichtet hatten, kam das Edelmetall nach Bekanntwerden der Nominierung von Warsh durch US-Präsident Trump zuletzt deutlicher unter Druck.

Die Perspektive: Zentralbanken bei Gold weiter auf der Käuferseite!

Die internationalen Notenbanken setzten ihre Goldkäufe zuletzt weiter fort. Laut einer Erhebung des World Gold Councils haben die internationalen Zentralbanken im abgelaufenen Q4 2025 ihre Goldbestände um kumuliert 230 Tonnen Gold aufgestockt, nachdem im Vorquartal insgesamt 218 Tonnen erworben wurden. Mit Nettokäufen von insgesamt 35 Tonnen rangierte die National Bank of Poland auf dem Spitzenplatz, während die Central Bank of Brazil im Schlussquartal ihre Goldreserven um weitere 43 Tonnen aufgestockt hatte. Daneben war laut dem World Gold Council auch die Central Bank of Kazachstan (57 Tonnen) auf den vorderen Plätzen zu finden, während die chinesische Notenbank ihre Goldreserven im Schlussquartal lediglich um 3 Tonnen aufgestockt hatte. Dieser Trend dürfte sich auch in den kommenden Monaten weiter fortsetzen. Laut einer Umfrage des World Gold Councils gaben 95 % der befragten internationalen Notenbanken an, dass sie ihre Goldbestände auch in den kommenden zwölf Monaten weiter aufstocken werden.

Trading-Taktik: Im Zuge der jüngsten zweitägigen Korrektur vom Allzeithoch oberhalb der Marke von 5.500 USD hat sich das Chartbild beim Goldpreis zuletzt kurzfristig zwar deutlich eingetrübt. Nach der scharfen Zwischenkorrektur wurde jedoch die zuletzt stark überkaufte Situation beim Goldpreis abgebaut. Nachdem Rücksetzer im Bereich oberhalb der Marke von 4.400 USD mit Käufen beantwortet wurden, präsentierte sich der Goldpreis im weiteren Verlauf deutlich erholt und könnte damit die Basis für eine weitere Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends gelegt haben. Es bietet sich daher an, bestehende Long-Positionen mit einem Stop-Loss im Bereich der Marke von 4.400 USD abzusichern.

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 03.02.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Marcus Landau
Marcus Landau, Derivate-Experte der DZ BANK, ist seit 2003 in der Zertifikate- und Derivatebranche tätig und erstellt regelmäßig Analysen rund um die Aktien- und Rohstoffmärkte, die er mit spannenden Zertifikate-Ideen verknüpft.





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