Gold könnte nach Einschätzung von J.P. Morgan Private Bank vor einer weiteren starken Aufwärtsphase stehen. Die Bank prognostiziert für 2026 einen Goldpreis zwischen 6.000 und 6.300 US-Dollar je Unze. Hintergrund sei eine außergewöhnliche Rally: Seit Ende 2023 habe sich der Goldpreis mehr als verdoppelt, 2025 sei Gold mit rund 65 Prozent Wertzuwachs stärker gestiegen als wichtige Aktienindizes. Zwischenzeitliche Rückgänge wären aus Sicht der Analysten dennoch möglich. Gold bleibe ein Markt mit starken Schwankungen. Langfristig sehe J.P. Morgan Private Bank jedoch weiteres Aufwärtspotenzial, weil mehrere große Trends gleichzeitig unterstützend wirken könnten.
Besonders wichtig bleibt die starke Nachfrage der Zentralbanken. Laut J.P. Morgan hätten diese ihre Goldkäufe seit 2022 deutlich erhöht. Vor allem Schwellenländer könnten ihre Reserven weiter ausbauen, da sie im Vergleich zu Industrieländern bislang deutlich geringere Goldanteile hielten. Als Gründe nennt die Bank geopolitische Unsicherheit, Inflationsschutz und den Wunsch nach geringerer Abhängigkeit vom US-Dollar. Auch Privatanleger könnten stärker in den Markt zurückkehren, wenn fallende Zinsen Bargeldanlagen weniger attraktiv machten. Davon könnten Goldproduzenten und Explorationsunternehmen profitieren. Bereits auf dem aktuellen Preisniveau sind die Margen vieler Produzenten hoch; sollte Gold langfristig tatsächlich in Richtung 6.000 bis 6.300 US-Dollar je Unze steigen, könnte sich dieser Effekt noch deutlich verstärken.
Am Beispiel von Sonoro Gold wird sichtbar, warum ein steigender Goldpreis für Entwicklerprojekte so wichtig sein könnte. Während J.P. Morgan Private Bank langfristig einen Goldpreis von 6.000 bis 6.300 US-Dollar je Unze prognostiziert, zeigt bereits die aktuelle Studie zu Cerro Caliche einen deutlichen Hebel. Bei einem angenommenen Goldpreis von 3.500 US-Dollar je Unze nennt Sonoro einen Nachsteuer-Kapitalwert von rund 224 Millionen US-Dollar und eine interne Rendite von etwa 50 Prozent.
Noch stärker fällt der Effekt bei höheren Preisen aus. Bei 4.200 US-Dollar je Unze steigt der Nachsteuer-Kapitalwert laut Sensitivitätsanalyse auf 344 Millionen US-Dollar, die interne Rendite auf 68 Prozent. Im damaligen Spot-Szenario von 5.186 US-Dollar je Unze läge der Nachsteuer-Kapitalwert sogar bei 525 Millionen US-Dollar, die interne Rendite bei 91 Prozent. Das zeigt: Je höher der Goldpreis, desto stärker könnten fortgeschrittene Projekte wie Cerro Caliche wirtschaftlich an Bedeutung gewinnen.
Genau in dieses Umfeld fällt der jüngste Expansionsschritt von Sonoro Gold. Das Unternehmen habe seine Fläche rund um das Goldprojekt Cerro Caliche im mexikanischen Bundesstaat Sonora deutlich erweitert und damit nahezu verdoppelt. Besonders wichtig: Diese neuen Flächen seien nach Unternehmensangaben bislang weder in den bisherigen Studien noch in der wirtschaftlichen Bewertung des Projekts berücksichtigt.
Damit erweitert Sonoro nicht nur seine Projektfläche, sondern hat bereits konkrete Schritte zur nächsten Wachstumsphase umgesetzt. Das Unternehmen hat die Finanzierung über 11 Millionen CAD gesichert und ein Bohrprogramm über 50.000 Meter angekündigt. Ziel ist es, zusätzliche Unzen nachzuweisen, neue Goldzonen zu entdecken und das Gesamtprojekt deutlich aufzuwerten. Mehr Unzen könnten die geplante Minenlaufzeit verlängern, die Produktionsbasis verbreitern und die Wirtschaftlichkeit weiter verbessern. Am Beispiel Sonoro zeigt sich, wie stark stabile Goldpreise oberhalb von 4.000 US-Dollar das Klima für Goldentwickler bereits verändert haben.
Goldminenaktien bewegen sich häufig stärker als der Goldpreis selbst. Der Grund ist die operative Hebelwirkung: Steigt der Goldpreis, können die Gewinne eines Produzenten überproportional zulegen, sofern Förderkosten, Energiepreise und Löhne nicht im gleichen Tempo steigen. Ein einfaches Beispiel zeigt den Effekt: Liegen die Produktionskosten bei 1.500 US-Dollar je Unze und der Verkaufspreis bei 2.000 US-Dollar, beträgt die Marge 500 US-Dollar. Steigt Gold auf 2.300 US-Dollar, wächst die Marge auf 800 US-Dollar. Der Goldpreis legt um 15 Prozent zu, die Marge aber um 60 Prozent.
Genau deshalb können Minenaktien in starken Goldphasen besonders dynamisch reagieren. Gleichzeitig bleibt das Risiko hoch, wenn Kosten oder Finanzierungsausgaben steigen. Solche Grundlagen werden in der axinoacademy einfach und verständlich erklärt. In der starter academy kann man kostenlos reinschnuppern, die Inhalte testen und sich Schritt für Schritt vertraut machen.
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