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Gesamtmetall: 2026 gehen in der Branche bis zu 150.000 Jobs verloren

BERLIN (dpa-AFX) - Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet für dieses Jahr mit dem Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen in der Metall- und Elektroindustrie. "Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch", sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Seine Branche befinde sich "in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik".

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Die Arbeit in einem Stahlwerk (Symbolbild).
Quelle: - © mbz-photodesign / iStock / Getty Images Plus / Getty Images:

"Zu hohe Kosten und zu viel Bürokratie"

Als Ursachen macht Zander wie viele Verbandsvertreter hohe Kosten für die Unternehmen am Standort Deutschland aus. "Wir haben in Deutschland zu hohe Energiekosten, zu hohe Unternehmenssteuern, zu hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie."

Bei der Reduzierung der Bürokratie fehle eine systematische Herangehensweise. "Wir sind in der Tierseuchenbekämpfung systematischer als beim Bürokratieabbau", meinte Zander. Man müsse "natürlich auch Bürokraten abbauen" - in den öffentlichen Verwaltungen gebe es zu viel Personal, was auch deren Haushalte belaste.

Schlechte Auftragslage trotz Sondereffekten Ende 2025

Zander zog eine Bilanz des Arbeitsplatzabbaus in der Branche: "Wir sind seit zwei Jahren in einer Rezession. Seit 2018 haben wir schon 270.000 Arbeitsplätze verloren", sagte er den Zeitungen. "Wir sind in unserer Branche im vergangenen Monat unter 3,8 Millionen Beschäftigte gefallen. Das hatten wir zuletzt 2015."

Mehrere Großaufträge aus dem Verteidigungssektor hatten im letzten Quartal 2025 für ein deutliches Auftragsplus in der Metall- und Elektroindustrie gesorgt, hatte Gesamtmetall vor einem Monat mitgeteilt. Bereinigt um die meist staatlich finanzierten Rüstungsaufträge sei die Auftragslage aber nach wie vor im Keller./mi/DP/mis

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