Kondensstreifen gelten als klimaschädlich, weil sie wie künstliche Wolken wirken und erheblich zur Erderwärmung beitragen. Sie bilden sich, wenn Wasserdampf aus Flugzeugtriebwerken auf kalte Luft trifft und zu Eiskristallen kondensiert. Diese Eiskristalle hängen sich an Rußpartikel, die ebenfalls von den Turbinen ausgestoßen werden. Besonders langlebig sind diese Streifen bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit.
Mehrarbeit für Lotsen
Als nicht praktikabel habe sich erwiesen, die Flugzeuge während des Fluges um entsprechende Luftmassen herumzuleiten, teilte die DFS mit. Diese "rein taktischen" Umleitungen hätten erhebliche Mehrarbeit für die Lotsen und Kapazitätsverluste zwischen 20 und 60 Prozent im Luftraum mit sich gebracht.
Vielversprechender seien Ansätze zur strategischen Vermeidung durch klima-optimierte Flugpläne. Bei 100 Testflügen seien entsprechende Gebiete umflogen worden. Planung und Durchführung der Flüge seien aber sehr aufwändig gewesen, sodass sie bislang nicht auf den Regelbetrieb übertragbar seien.
Die Auswirkungen der Umwege auf Treibstoffverbrauch und Klimabilanz würden derzeit noch vom Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgewertet. Erste Berechnungen zeigten zwar Potenzial für positive Klimawirkungen, hätten aber gleichzeitig neue Fragen aufgeworfen. Zudem seien die zugrunde liegenden Wetter- und Klimadaten weniger robust als erwartet gewesen./ceb/DP/he
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