Die Tragfläche eines Flugzeugs (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 202

Flugsicherung: Vermeiden von Kondensstreifen nicht so einfach

LANGEN (dpa-AFX) - Zur Vermeidung klimaschädlicher Kondensstreifen bei Verkehrsflugzeugen ist es nach Einschätzung der Deutschen Flugsicherung (DFS) noch ein weiter Weg. Es seien weitere Untersuchungen notwendig, teilte das bundeseigene Unternehmen nach Abschluss des vom Bund geförderten Forschungsprojekts D-KULT mit. Darin wurde untersucht, wie effektiv Luftmassen umflogen werden können, in denen sich besonders langlebige Streifen bilden.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern

Kondensstreifen gelten als klimaschädlich, weil sie wie künstliche Wolken wirken und erheblich zur Erderwärmung beitragen. Sie bilden sich, wenn Wasserdampf aus Flugzeugtriebwerken auf kalte Luft trifft und zu Eiskristallen kondensiert. Diese Eiskristalle hängen sich an Rußpartikel, die ebenfalls von den Turbinen ausgestoßen werden. Besonders langlebig sind diese Streifen bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit.

Mehrarbeit für Lotsen

Als nicht praktikabel habe sich erwiesen, die Flugzeuge während des Fluges um entsprechende Luftmassen herumzuleiten, teilte die DFS mit. Diese "rein taktischen" Umleitungen hätten erhebliche Mehrarbeit für die Lotsen und Kapazitätsverluste zwischen 20 und 60 Prozent im Luftraum mit sich gebracht.

Vielversprechender seien Ansätze zur strategischen Vermeidung durch klima-optimierte Flugpläne. Bei 100 Testflügen seien entsprechende Gebiete umflogen worden. Planung und Durchführung der Flüge seien aber sehr aufwändig gewesen, sodass sie bislang nicht auf den Regelbetrieb übertragbar seien.

Die Auswirkungen der Umwege auf Treibstoffverbrauch und Klimabilanz würden derzeit noch vom Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgewertet. Erste Berechnungen zeigten zwar Potenzial für positive Klimawirkungen, hätten aber gleichzeitig neue Fragen aufgeworfen. Zudem seien die zugrunde liegenden Wetter- und Klimadaten weniger robust als erwartet gewesen./ceb/DP/he

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend