Das Ziel für 2040 würde die EU auf einem glaubwürdigen Pfad zur angestrebten Klimaneutralität bis 2050 halten, heißt es im Bericht nun. Setze man das Ziel dagegen zu niedrig an, würde dies unter anderem die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und die Energiesicherheit der EU untergraben - und das in einer Zeit geopolitischer Unsicherheit, warnen die Experten.
Gesetzesvorschlag im Juli
Bislang gibt es in der EU das festgeschriebene Ziel, bis 2030 die Emissionen um 55 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Die EU-Kommission kam in einer Analyse der Klimavorhaben der Länder jüngst zu dem Schluss, dass dieses Ziel machbar sei. Neben dem Ziel bis zum Ende des Jahrzehnts will die EU bis 2050 klimaneutral werden. Ein verbindliches Zwischenziel für das Jahr 2040 fehlt aber noch.
Die EU-Kommission um Präsidentin Ursula von der Leyen hatte 2024 empfohlen, die Nettoemissionen bis 2040 um mindestens 90 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verringern. Ein Vorschlag für ein verbindliches Gesetz dazu wird Anfang Juli erwartet. Danach sind dann die EU-Staaten und das Europaparlament am Zug, um über den Vorschlag zu verhandeln.
Einfach werden diese Verhandlungen nicht. Einige im Europaparlament und unter den EU-Staaten halten 90 Prozent für ehrgeizig. Die Kommission will daher nach Angaben aus EU-Kreisen mehr Flexibilität schaffen, um die Vorgabe zu erreichen. Dazu zählt etwa die Anerkennung von Klimazertifikaten aus Nicht-EU-Ländern, die von deutscher Seite als Voraussetzung für die Unterstützung des 90-Prozent-Ziels gilt. Der Klimabeirat rät dagegen von internationalen Emissionsgutschriften ab - vielmehr müsse der Rückgang durch innereuropäische Maßnahmen erreicht werden./trs/DP/mis
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