"Aber das geht nicht über Nacht, sondern ist ein Marathon. Wir werden daher unseren Kunden auch in dieser Transitionsphase Erdgas anbieten wollen und müssen. Wir können ihnen nicht einfach die Heizung abschalten", sagt Dohler.
Der EWE-Chef betont auch, dass die heimische Gasproduktion vergleichsweise klimaschonender sei. Die Treibhausgasemissionen etwa von importiertem Flüssigerdgas (LNG) aus US-amerikanischem Fracking, was verflüssigt, transportiert und wieder gasförmig gemacht werde, seien 25-mal höher als bei der Gasproduktion in der Nordsee. "Wir haben die Chance, direkt vor unserer Haustür, deutlich klimaschonender Erdgas zu produzieren", sagt Dohler.
Umweltschützer und Grüne kritisieren EWE
Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass EWE mit One-Dyas einen Liefervertrag geschlossen hat. Demnach wird EWE die Produktion aus dem deutschen Hoheitsgebiet abnehmen, um damit etwa Haushalte und Unternehmen in Niedersachsen mit Gas zu versorgen.
Die Erdgasförderung ist allerdings umstritten. Umweltschützer und Insulaner fürchten Schäden für die Meeresumwelt. Auch die EWE-Ankündigung, das geförderte Gas abnehmen zu wollen, stößt daher auf Kritik bei Umweltschutzverbänden und bei der grünen Partei. Elf Kreisverbände der Grünen im Nordwesten Niedersachsens forderten EWE auf, "jegliche vertragliche Bindung" für die Gasförderung vor Borkum zu stoppen./len/DP/zb
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.