SULINA (dpa-AFX) - Vor der Küste Rumäniens ist erneut ein Feuer auf einem Handelsschiff ausgebrochen. Bei dem Zwischenfall am frühen Morgen im Schwarzen Meer rund 24 Kilometer von der Stadt Sulina konnten vier Seeleute gerettet werden, wie die Schifffahrtsbehörde in der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanta auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Acht Seeleute würden noch vermisst. Eine Lösch- und Rettungsaktion sei im Gange, hieß es weiter.
Für dich zusammengefasst:
Ein Feuer brach auf einem Handelsschiff vor Rumänien aus.
Vier Seeleute wurden gerettet, acht Seeleute vermisst.
Das Schiff war unter der Flagge von San Marino unterwegs.
Ob der Brand durch einen Treffer mit einer Drohne ausgelöst wurde, konnte die Behörde weder bestätigen noch ausschließen. Zuvor hatten rumänische Medien berichtet, dass die Besatzungen anderer Schiffe in der Nähe einen Drohnenangriff auf das in Brand gesetzte Schiff beobachtet hätten.
Die Stadt Sulina liegt an der Mündung der Donau ins Schwarze Meer. Das Schiff, ein Tanker für chemische Substanzen, war nach Angaben der rumänischen Behörde unter der Flagge von San Marino unterwegs. In der Nacht habe Rumäniens Luftabwehr im Raum Sulina eine Drohne aus Richtung der nahe gelegenen Ukraine gesichtet, die aber nach einer Minute wieder vom Radar verschwand, wie das Verteidigungsministerium in Bukarest berichtete.
Vermehrt Zwischenfälle in Rumänien und Bulgarien
Zu einem ähnlichen Zwischenfall bei Sulina war es bereits am Mittwochabend gekommen. Dabei war Feuer auf einem unbeladenen Schiff ausgebrochen, das unter der Flagge der Komoren-Insel fuhr. Die Besatzung konnte den Brand noch vor Eintreffen der Seeretter löschen und blieb unverletzt. Ob in diesem Fall ein Drohnen-Treffer die Ursache war, sollen nun die Behörden prüfen, sagte Rumäniens Verteidigungsminister Radu Miruta.
Erst vor neun Tagen war nahe dem rumänischen Schwarzmeer-Ort Sfantu Gheorghe in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens ein mit Getreide beladenes türkisches Handelsschiff von einer Drohne getroffen worden und gesunken. Zwei Seeleute kamen dabei ums Leben.
Zuletzt häuften sich im Schwarzen Meer die Drohnenangriffe auf Handelsschiffe. Betroffen waren in den vergangenen Tagen auch mehrere Schiffe in Schwarzmeer-Wirtschaftszonen des Nachbarlands Bulgarien. Im rumänischen Luftraum werden seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die benachbarte Ukraine immer wieder Drohnen im Zuge von russischen Angriffen auf ukrainische Donauhäfen gesichtet./kl/DP/zb
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