- Anthropic meldet 16,8 Milliarden US-Dollar Umsatz.
- Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal Gewinn.
- Anthropic plant einen Börsengang mit zwei Billionen US-Dollar.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Pascal Grunow Bei einem Investorentreffen in San Francisco hat der KI-Entwickler Anthropic neue Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgestellt. Wie die Financial Times berichtet, stiegen die Erlöse im dritten Quartal auf 16,8 Milliarden US-Dollar. Im zweiten Quartal hatte Anthropic noch 11,6 Milliarden US-Dollar umgesetzt, im ersten Quartal lediglich 4,7 Milliarden US-Dollar.
Anthropic meldet Gewinn trotz Milliardeninvestitionen
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der Profitabilität. Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal einen bereinigten Gewinn, dessen Höhe allerdings nicht bekannt gegeben wurde. Laut der Financial Times war es bereits das zweite profitable Quartal in Folge.
Zudem soll das Unternehmen einen positiven Cashflow erzielt haben. Für jeden US-Dollar, den Anthropic im dritten Quartal für Rechenleistung ausgab, erwirtschaftete es demnach 1,70 US-Dollar Umsatz.
Die Zahlen könnten Zweifel an der Wirtschaftlichkeit milliardenschwerer KI-Investitionen zumindest teilweise zerstreuen. Allerdings schwächt sich das Wachstumstempo bereits ab. Während sich der Umsatz vom ersten zum zweiten Quartal mehr als verdoppelt hatte, betrug der Zuwachs zuletzt noch 45 Prozent.
Im vergangenen Jahr hatte Anthropic seinen Jahresumsatz auf 4,6 Milliarden US-Dollar verzwölffacht. Gleichzeitig verbuchte das Unternehmen einen operativen Verlust von mehr als acht Milliarden US-Dollar.
Börsengang könnte Anthropic mit zwei Billionen US-Dollar bewerten
Anthropic bereitet derzeit einen der größten Börsengänge der Geschichte vor. Dabei strebt das Unternehmen eine Bewertung von mehr als zwei Billionen US-Dollar an. Anthropic könnte damit zu einem der wertvollsten börsennotierten Unternehmen weltweit aufsteigen.
Die Erwartungen sind entsprechend hoch. Analysten halten laut Reuters bis zum Jahresende eine annualisierte Umsatzrate von 110 Milliarden US-Dollar für möglich. Dabei handelt es sich allerdings um eine Hochrechnung auf Basis des erwarteten Umsatztempos und nicht um tatsächlich erzielte Jahreserlöse.
Die hohen Wachstumserwartungen stehen erheblichen Investitionen gegenüber. Laut Reuters hat sich Anthropic verpflichtet, innerhalb eines Jahrzehnts mindestens 518 Milliarden US-Dollar für Cloud-Dienste, Rechenleistung und KI-Infrastruktur auszugeben.
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