- Ölpreise könnten um 20 bis 25 US-Dollar steigen.
- Die IEA erwartet Dieselknappheit bis 2024.
- ExxonMobil-Aktie stieg seit Jahresbeginn um 45%.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert Paul Tudor Jones setzt auf weiter steigende Ölpreise. "Ich bin long in Öl", sagte der Gründer und Anlagechef von Tudor Investment dem Sender CNBC. Der Preis könne noch um 20 oder 25 US-Dollar je Barrel steigen.
Grund sei der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Hätte eine Entspannung kommen sollen, wäre sie vor den Zwischenwahlen gekommen, meint der Hedgefonds-Manager. Ein Sprung in dieser Größe würde die US-Sorte WTI über das bisherige Schlusshoch des Jahres von knapp 113 US-Dollar treiben.
Die Börse würde das "absolut hassen", warnt Tudor Jones. Dabei steckte der S&P 500 den Ölschock nach Kriegsbeginn Ende Februar erstaunlich gut weg. Für das Jahr 2027 sieht Tudor Jones zudem eine weitere Hürde. Mega-Börsengänge wie von Anthropic und OpenAI dürften den Markt mit neuen Aktien fluten. Nach der Wahl rechnet er dagegen mit einem Friedensplan von US-Präsident Donald Trump.
Diesel wird zum Engpass
Rückendeckung kommt von der Internationalen Energieagentur (IEA). Die Knappheit bei Diesel dürfte bis weit ins nächste Jahr anhalten, schreibt sie in ihrem Monatsbericht. Die Raffineriemargen für Diesel kletterten im September auf ein Rekordhoch von fast 95 US-Dollar je Barrel.
"Die Rekordpreise für Diesel haben bereits weitreichende wirtschaftliche Folgen", warnt die Agentur. Die Mitgliedsländer geben deshalb 100 Millionen Barrel Öl und Diesel aus ihren Notreserven frei. Doch die Puffer schrumpfen. Erst im Laufe des Jahres 2027 erwartet die IEA wieder ein Überangebot, wenn das Angebot um 7,7 Millionen Barrel pro Tag zulegt.
Ölkonzerne als Gewinner
Die hohen Preise füllen die Kassen der Ölkonzerne. Die Aktie von ExxonMobil legte seit Jahresbeginn um knapp 45 Prozent zu und bringt 716 Milliarden US-Dollar auf die Waage, deutlich mehr als Chevron mit rund 411 Milliarden. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt bei 13,9. Die 25 Analystinnen und Analysten raten im Schnitt zum Kauf. Ihr mittleres Kursziel von 173,64 US-Dollar hat die Aktie mit 174,08 US-Dollar allerdings schon erreicht. Ende Oktober dürften die großen Ölkonzerne ihre Quartalszahlen vorlegen.
Fazit
Solange der Konflikt im Nahen Osten schwelt, bleibt Öl teuer und schwankungsanfällig. Ölaktien bieten Schutz vor diesem Risiko, haben ihre Kursziele aber teils schon erreicht. Kommt nach den Zwischenwahlen Bewegung in die Diplomatie, könnte der Preis rasch fallen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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