- Kospi fiel am Donnerstag zeitweise um acht Prozent.
- Der Handel wurde für 20 Minuten unterbrochen.
- Ausländische Investoren verkauften Titel für 1,8 Milliarden US-Dollar.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Ferdinand Hammer Am Donnerstag erlitt Südkoreas Aktienmarkt massive Verluste: Der Kospi rutschte zeitweise um acht Prozent ab. Wie Bloomberg berichtet, wurde der Handel für 20 Minuten unterbrochen. Samsung Electronics und SK Hynix verloren jeweils über neun Prozent.
Bei SK Hynix zeigt sich besonders deutlich, wie stark die Stimmung gedreht hat. Nach einem Kursanstieg von mehr als 1.000 Prozent innerhalb von zwölf Monaten liegt die Aktie nun 57 Prozent unter ihrem Sommerrekord. Seit dem Höchststand schrumpfte der Börsenwert um über 660 Milliarden US-Dollar.
Ausländische Investoren verkauften am Donnerstagmorgen Kospi-Titel für 1,8 Milliarden US-Dollar. Damit übersteigen ihre Verkäufe im Oktober laut Bloomberg bereits zehn Milliarden US-Dollar.
Hinter der Verkaufswelle stehen zwei Sorgen. Zum einen hatten die US-Verbraucherpreise im September so stark zugelegt wie seit fünf Monaten nicht mehr. Das schürt die Furcht vor weiteren Zinserhöhungen der Fed. Gleichzeitig zweifeln Anleger daran, dass sich die hohen Investitionen in die KI-Infrastruktur auf Dauer finanzieren lassen.
Ein Warnsignal liefert CoreWeave: Die im Jahr 2032 fälligen Anleihen sanken auf rund 78 Cent je Dollar (Dollarkurs) Nennwert. Ein solcher Kurs spricht üblicherweise für finanzielle Schwierigkeiten. Auch die Aktie steht unter Druck. Auch gute Zahlen von Samsung und ASML bringen keine Entspannung.
Die Verluste reichen weit über Korea hinaus. Japans Nikkei 225 gab um mehr als fünf Prozent nach, Taiwans Taiex um über drei Prozent. Während sechs negativer Handelstage verlor ein US-Halbleiterindex 1,6 Billionen US-Dollar an Börsenwert.
Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion
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