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Drohnenangriffe auf Ukraine, Raketeneinschlag in Südrussland

TSCHERNIHIW/TAGANROG (dpa-AFX) - Bei schweren Drohnenangriffen des Moskauer Militärs sind in der Ukraine erneut Zivilisten zu Schaden gekommen. In der Region Tschernihiw nördlich von Kiew sei ein 16-Jähriger durch Drohnenbeschuss getötet worden, teilte Gouverneur Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mit. "Vier Personen wurden verletzt, drei Frauen und ein Mann", schrieb er weiter. Seinen Angaben nach wurden sieben private Wohnhäuser beschädigt - drei davon brannten völlig aus. Zudem traf es ein Verwaltungs- und ein Schulgebäude sowie zwei Autos.

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Fortschrittliche Kampfluftfahrzeug-Drohne, die über Wolken fliegt
Quelle: - ©iStock:

Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr hat das russische Militär bei den nächtlichen Angriffen insgesamt 236 Drohnen eingesetzt. Obwohl die Mehrzahl der Flugobjekte abgefangen werden konnte, gab es Einschläge an 18 Orten. In der südukrainischen Stadt Cherson traf es dabei ein Taxi; ein 41-Jähriger wurde verletzt. Im zentralukrainischen Poltawa wurde eine Lokomotive zerstört. Verletzte habe es hier glücklicherweise nicht gegeben, schrieb Gouverneur Witali Djakiwnytsch.

Stadt in Südrussland unter ukrainischem Beschuss

Auf der Gegenseite sind in der südrussischen Hafenstadt Taganrog nach offiziellen Angaben bei einem Raketenangriff der Ukraine drei Menschen verletzt worden. Zudem sei ein Brand in einem Lagerhaus ausgebrochen, schrieb der Gouverneur von Rostow, Juri Sljussar beim russischen Messenger-Dienst Max. Im Netz wurden derweil Bilder und Fotos von Bränden verbreitet, die von einer Rüstungsfabrik stammen sollen, wo unter anderem Drohnen und Drohnenteile produziert werden.

Russland hat vor mehr als vier Jahren seinen Eroberungskrieg gegen die Ukraine gestartet. Regelmäßig beschießt das russische Militär seither auch das Hinterland des Nachbarn und trifft dabei zivile Einrichtungen und einfache Menschen. Aber auch die Ukraine wehrt sich inzwischen mit Gegenangriffen, die in die Tiefe Russlands zielen und neben militärischen Einrichtungen oft auch der strategisch wichtigen Treibstoffindustrie Moskaus gelten./bal/DP/zb

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