Ein auf den Boden gefallenes Eis (Symbolbild).
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Dividendenperle Sanofi: Wie bei SAP werden gute Zahlen auch hier verkauft!

Der französische Pharmakonzern Sanofi hat am Donnerstagmorgen ein ordentliches Zahlenwerk vorgelegt. Trotzdem wird die Aktie mit Verlusten abgestraft.
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Quartalssaison nimmt auch in Europa an Fahrt auf

Die Quartalssaison läuft mit den am Mittwochabend vorgelegten Quartalszahlen von Meta Platforms, Microsoft und Tesla nicht nur in den USA zur Höchstform auf, auch in Europa hat sich die Schlagzahl angesichts der Ergebnisse von LVMH am Dienstag und ASML am Mittwoch in dieser Woche deutlich erhöht.

Mit SAP und Sanofi haben am Donnerstagmorgen zwei weitere Schwergewichte aus dem Euro Stoxx 50 (kombiniertes Indexgewicht: 7,6 Prozent) ihre Zahlen vorgelegt. Beide eint, dass eigentlich zufriedenstellende Zahlen zur Enttäuschung vieler Anlegerinnen und Anleger verkauft wurden.

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Hohes Umsatzwachstum dank Blockbuster-Präparaten

Sanofi, geschätzt vor allem für seine überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite von über 5 Prozent, konnte seine Erlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,0 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro steigern. Damit wurden die Erwartungen um 170 Millionen Euro übertroffen.

Wachstumstreiber in absoluten Zahlen war mit einem Anstieg von 32,2 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro Dupixent, das zur Behandlung von Asthma und anderen entzündlichen Erkrankungen eingesetzt wird.

Relativ gesehen waren Ayvakit und ALTUIVIIIO die am besten performenden Wirkstoffe mit einem Wachstum von 49,4 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Demgegenüber enttäuschte das Impfstoffgeschäft mit Einbußen von 2,5 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. Sanofi zeigte sich angesichts höherer Influenza-Erlöse aber auch hiermit zufrieden.

Wertminderungen schmälern Nettogewinn

Der bereinigte Gewinn pro Aktie fiel mit 1,53 Euro um 7 Cent höher aus als von Analystinnen und Analysten erwartet. Nach standardisierter Rechnungslegung (IFRS) verzeichnete Sanofi jedoch erhebliche Einbußen. Ein Nettoertrag von -810 Millionen Euro bedeutet einen Verlust in Höhe von 0,66 Euro je Anteil.

Hierfür waren Wertminderungen von mehr als 2 Milliarden Euro verantwortlich. Werden diese cashunwirksamen Berichtigungen außer Acht gelassen, erzielte Sanofi einen Ertrag von 1,86 Milliarden Euro und damit 13,0 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Milliarden für Anlegerinnen und Anleger vorgesehen

Für 2026 rechnen die Franzosen mit einem Umsatz- und Gewinnwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Außerdem sollen eigene Anteile im Wert von 1 Milliarde Euro zurückgekauft werden, um das insgesamt 5 Milliarden Euro umfassende Rückkaufprogramm zum Abschluss zu bringen.

Der Dividendenvorschlag entspricht mit 4,12 Euro den Analystenerwartungen und entspricht einer Rendite von 5,1 Prozent. Innerhalb der europäischen Pharmabranche gehört Sanofi damit zu den großzügigsten Dividendenzahlern.

Vorbörsliche Gewinne vollständig abverkauft

In der Vorbörse konnten die Anteile von der gelungenen Vorstellung noch profitieren. Die Aktie kletterte zeitweise um rund 4 Prozent, womit sie den bei 80 Euro liegenden Widerstand zurückerobern konnte. Die Zugewinne wurden aber unmittelbar nach Börseneröffnungen verkauft. Am Donnerstagvormittag handelt Sanofi nach einem Vorzeichenwechsel leicht im Minus bei rund 77,40 Euro.

Damit gerät eine wichtige Unterstützungszone erneut unter Druck. Sollte diese nachhaltig (also auf Wochen- oder Monatsschlusskursbasis) aufgegeben werden, dürfte die Aktie angesichts ihrer schwachen technischen Indikatoren auf neue 52-Wochen-Tiefs rutschen, was ein Verkaufssignal bedeuten würde.

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Fazit: Zugreifen, Aktie ist äußerst günstig

Mit Blick auf die Fundamentaldaten sowie das in Aussicht gestellte Wachstum in 2026 ist die Sanofi-Aktie allerdings ein Kauf. Attraktiv ist nicht nur die hohe Dividendenrendite, sondern auch das KGVe von 11,4. Zum Vergleich: Die Gewinnvielfache der Anlegerlieblinge Bayer und Novo Nordisk liegen bei 18,0 beziehungsweise 17,6.

Darüber hinaus überzeugt Sanofi mit einer Cashflow-Rendite von knapp 11 Prozent und einem EV/EBITDA-Verhältnis von 7,2. Beide Werte bedeuten gegenüber dem Branchendurchschnitt einen Abschlag von mehr als 20 Prozent, was auf eine strukturelle Unterbewertung der Aktie hindeutet.

Wer auf der Suche nach einer defensiven, aber ausschüttungsstarken Depotbeimischung ist, kann auf dem aktuellen Kursniveau zugreifen. Tiefere Kurse sollten dann zum konsequenten Aufstocken von Positionen genutzt werden.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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