Moss fordert einen Übergang zur sogenannten Personal Treasury. Anstatt BTC als reines Spekulationsobjekt zu betrachten, das irgendwann gegen entwertende Währungen getauscht wird, soll es als ultimatives Kollateral dienen. Hierbei nutzt er den Cantillon-Effekt – den Vorteil derer, die am nächsten an der Geldquelle sitzen – und dreht ihn zugunsten des Individuums um.
Der Experte nennt das den “Judo-Move”, denn man verwendet die Energie des Systems gegen eben dieses System. In einer Welt permanenter Fiat-Entwertung fungiere Bitcoin als perfekter Inflationsschutz, während Schulden durch die Inflation entwertet werden.
Das Kernstück seiner Bitcoin-Strategie ist ein fünfstufiger Prozess, um Steuervorteile und Kredite systematisch auszunutzen. Durch Investitionen in Assets mit hoher Abschreibung, wie etwa Bitcoin-Mining-Equipment, lasse sich die Steuerlast massiv senken, zumindest in den Vereinigten Staaten. Das so zurückgewonnene Kapital fließt dann direkt zurück in den Erwerb von weiteren Bitcoin. Dieser Kreislauf bildet laut Moss die Basis für eine “souveräne Finanzplanung”.
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Anstatt das Depot im Ruhestand auf Null zu liquidieren, plädiert der Experte dafür, niemals Bitcoin zu verkaufen. Stattdessen sollte man Kredite gegen die eigenen Reserven aufnehmen, um den Lebensstil zu finanzieren, während der Bitcoin-Bestand durch Mining und Zinseszinseffekte weiter wächst. Das eigene Leben sollte echter Proof-of-Work sein, also ein Beweis dafür, “dass man hier war”. Man solle nicht mit Null sterben und die Welt nicht schlechter verlassen, als man sie vorgefunden habe. Sein finaler Ratschlag: “Hinterlasst euren Kindern Bitcoin, aber noch wichtiger: Hinterlasst ihnen ein System.”
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