Vorläufige Quartalszahlen führen zu Prognoseanhebung
Die DHL Group hat am 7. Juli auf Basis vorläufiger Daten eine Anhebung der Jahresprognose bekannt gegeben. Aus Sicht des Konzerns resultiert dieser Schritt aus einer über den eigenen Erwartungen liegenden Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 10 %. Das operative Ergebnis (EBIT) verzeichnete einen Zuwachs von rund 29 % auf etwa 1,85 Mrd. Euro. Angesichts dieser Datenlage geht das Management nun für das Gesamtjahr 2026 von einem Konzern-EBIT in Höhe von über 6,5 Mrd. Euro aus. Zuvor lag der Zielwert bei über 6,2 Mrd. Euro. Auch die Erwartungen für die DHL-Divisionen wurden von bisher über 5,6 Mrd. Euro auf nun über 5,9 Mrd. Euro nach oben korrigiert. Für das Unternehmen bestätigt diese Entwicklung die Stabilität des eigenen Netzwerks in einem weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld.
DHL Express als tragende Säule des Ertrags
Der Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche verdeutlicht, dass die Sparte DHL Express maßgeblich für den Gewinnanstieg verantwortlich ist. Hier stieg das EBIT von 730 Mio. Euro im Vorjahr auf rund 1,19 Mrd. Euro im aktuellen Berichtsquartal. Der Konzern führt diese Dynamik auf einen operativen Auslastungseffekt zurück. Konkret bedeutet dies, dass eine Zunahme des transportierten Sendungsgewichts das Ergebnis positiv beeinflusst, da die Fixkosten der bestehenden Flug- und Transportnetzwerke auf eine größere Basis verteilt werden. Andere Bereiche wie DHL Global Forwarding zeigten mit einem EBIT von 240 Mio. Euro ebenfalls Zuwächse. Die Sparte Post & Paket Deutschland verbuchte mit 135 Mio. Euro einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert von 166 Mio. Euro. Das Management belässt die Jahresprognose für das deutsche Brief- und Paketgeschäft dennoch unverändert bei über 900 Mio. Euro.
Strukturelle Trends als langfristige Treiber
Über die aktuellen Kennzahlen hinaus stützt sich die Strategie der DHL Group auf anhaltende strukturelle Entwicklungen im Logistiksektor. E-Commerce und die Neuordnung globaler Lieferketten bilden die Grundlage der strategischen Ausrichtung. Aus Unternehmenssicht ist es geboten, die Kapazitäten kontinuierlich an das Transportvolumen anzupassen. Ein aktuelles Beispiel hierfür sind die im Juni 2026 angekündigten Investitionen in Höhe von 160 Mio. Euro in den französischen Markt bis zum Jahr 2027. Diese finanziellen Mittel fließen in die Erweiterung der europäischen Logistiknetzwerke sowie in die Unterstützung der Energiewende innerhalb der eigenen Fahrzeugflotte. Durch derartige Investitionen plant der Konzern, die operative Effizienz in der Zustellung abzusichern und zukünftige Volumenveränderungen adäquat zu steuern.
Der strategische Ausblick
Die angepasste Prognose signalisiert, dass das Unternehmen in der aktuellen Phase Volumenzuwächse in Ertrag umwandeln kann. Das Management ordnet diese Entwicklung sachlich ein und betont, dass das Erreichen dieser Ziele unter der Bedingung steht, dass sich die geopolitische Lage nicht weiter eintrübt. Aus Perspektive des Konzerns liegt der Fokus in den kommenden Monaten darauf, die Kostendisziplin beizubehalten und das Netzwerk synchron zur Nachfrage zu skalieren. Die endgültigen Quartalszahlen, die für Anfang August geplant sind, werden weitere Aufschlüsse über die Segmentmargen liefern.
Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf DHL Group
Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert DHL Group zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DN25WN, das am 23.07.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie DHL Group notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 55,00 Euro begrenzt.
Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts DHL Group an der maßgeblichen Börse am 16.07.2027 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 55,00 Euro.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.
Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 23.07.2027 haben und davon ausgehen, dass die DHL Group am 16.07.2027 auf oder über 55,00 Euro liegen wird.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 14.07.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK