Daimler Truck ist ein führender Hersteller von Nutzfahrzeugen, der sich seit 2021 als eigenständiges Unternehmen auf nachhaltige Antriebe wie Elektro- und Wasserstofftechnologie konzentriert.
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Nicolas Fuchs Nicolas Fuchs
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Nicolas ist seit 2016 Redakteur bei ARIVA.DE. Seine Expertise in der technischen Analyse und sein Engagement für genaue Prognosen machen ihn zu einer wertvollen Ressource für die Community, die auf aussagekräftige News angewiesen ist.

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Deutsch-französische Rüstungskooperation: Milliardenauftrag für 7000 Militär-Lkw stärkt europäische Verteidigungsindustrie

Daimler Truck und Arquus sichern sich einen Milliardenauftrag der französischen Armee zur Lieferung von 7000 Militärlastwagen. Die deutsch-französische Kooperation soll als Musterprojekt für künftige Verteidigungsprogramme in Europa dienen. Der europäische Luftfahrt- und Verteidigungsindex "SXPARO legte 2025 um rund 55 % zu.
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Strategische Kooperation: Daimler (Daimler Aktie) Truck und Arquus erhalten Großauftrag der französischen Streitkräfte

Die deutsch-französische Rüstungskooperation nimmt mit einem milliardenschweren Großauftrag der französischen Armee konkrete Formen an. Ein Konsortium unter der Leitung des deutschen Nutzfahrzeugherstellers Daimler Truck AG und des französischen Militärspezialisten Arquus wurde mit der Lieferung von 7000 militärischen Lkw beauftragt. Der Vertrag erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Jahren und umfasst Fahrzeuge mit einer Nutzlastklasse von sechs Tonnen.

Das Projekt wird als ein Paradebeispiel für funktionierende europäische Rüstungskooperationen präsentiert. Dies geschieht insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell stockenden Fortschritte beim FCAS-Kampfflugzeugprojekt, das ebenfalls eine enge Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Deutschland und Spanien vorsieht. 

Technische Basis: Der Mercedes-Benz Zetros

Im Zentrum des Auftrags steht der Mercedes-Benz Zetros, ein schwerer Lkw mit Haubenfahrerhaus, der für Geländeeinsätze und logistische Anforderungen unter widrigen Bedingungen entwickelt wurde. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2008 wurden unter anderem an Streitkräfte in Deutschland und Kanada, laut Daimler Truck mehr als 15.000 Einheiten des Modells verkauft.

Für den französischen Markt wurde der Zetros gemeinsam mit Arquus spezifisch weiterentwickelt. Die neuen Varianten umfassen unter anderem:

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Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB2B4X6 , DE000NB2YA12 , DE000NB3GZQ5 , DE000NB0X8Y1 , DE000NB5AS82 , DE000NB5DFW7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
  • Truppentransporter

  • Logistikfahrzeuge

  • Versionen mit Kran- oder Seilwinden-Ausrüstung

  • Fahrzeuge mit integrierter militärischer Spezialausstattung

Während Daimler Truck für die Fertigung der Grundfahrzeuge in den Werken Wörth am Rhein (Rheinland-Pfalz) und Molsheim (Elsass) zuständig ist, übernimmt Arquus die militärspezifische Endausstattung in seinen französischen Produktionsstätten Limoges, Garchizy und Saint-Nazaire.

Industrielle Umsetzung: Arbeitsteilung und Wertschöpfung in zwei Ländern

Die Aufteilung der Produktionsschritte entspricht einem politischen Wunschbild der deutsch-französischen Industriepolitik: Beide Länder profitieren wirtschaftlich von dem Großprojekt. Für Daimler Truck bedeutet das den weiteren Ausbau eines strategisch wichtigen Geschäftsfelds im militärischen Bereich, der bislang im Vergleich zu zivilen Nutzfahrzeugen eine untergeordnete Rolle spielte.

Arquus, ehemals Teil von Renault (Renault Aktie) Trucks Defense und seit 2024 zur belgischen John Cockerill Group gehörig, bringt tiefgehendes Know-how in der Integration militärischer Systeme ein. Aktuell betreut das Unternehmen rund 25.000 Fahrzeuge im Bestand der französischen Streitkräfte.

Mit dem neuen Großauftrag wird Arquus auch für Wartung, Ersatzteilversorgung und Service zuständig sein, was die langfristige Bindung des Kunden verstärken dürfte. 

Politischer Kontext: FCAS in der Krise, Lkw-Programm als Lichtblick

Das Lkw-Programm wird auch deshalb besonders aufmerksam beobachtet, weil das prestigeträchtige FCAS-Projekt (Future Combat Air System), das ab 2040 eine neue Generation europäischer Luftkampfsysteme bereitstellen soll, derzeit ins Stocken geraten ist.

Zwischen den Projektpartnern Airbus Defence & Space (Deutschland) und Dassault Aviation (Frankreich) bestehen anhaltende Meinungsverschiedenheiten über Führungsrollen und industrielle Aufgabenteilung. Eine Entscheidung zur Fortsetzung oder Neuausrichtung des FCAS-Projekts wurde auf EU-Ebene mehrfach verschoben. Zuletzt scheiterte sogar eine geplante Anhörung des Dassault-Chefs im französischen Senat.

Im Gegensatz dazu zeigt das Lkw-Programm, dass bilaterale Verteidigungsprojekte bei klaren Verantwortlichkeiten und wirtschaftlicher Ausgewogenheit erfolgreich verlaufen können. Daniel Zittel, Vertriebsleiter für Verteidigung bei Daimler Truck, betont:
„Unsere Partnerschaft basiert auf gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung. Wir setzen damit einen Maßstab für die zukünftige Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich.“

Geopolitischer Hintergrund: Europa rüstet auf

Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine 2022 haben sich die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen in Europa grundlegend verändert. Die Verteidigungsausgaben der EU-Mitgliedstaaten stiegen 2024 auf 343 Milliarden Euro (etwa 1,9 % des BIP) und werden für 2025 auf 381 Milliarden Euro (etwa 2,1 % des BIP) prognostiziert. Davon entfallen 106 Milliarden Euro auf Investitionen. Dies ist ein historischer Höchstwert.

Deutschland hat mit einem Sonderfonds von 100 Milliarden Euro eine entscheidende Rolle übernommen, um langjährige Investitionsrückstände bei der Bundeswehr zu beheben. Gleichzeitig bereiten Staaten wie Polen (2024: 4,1 % des BIP, 2025: 4,7 %) massive Aufrüstungsschritte vor. Frankreich, Italien und die nordischen Länder investieren verstärkt in Luftverteidigung, Munition, Cyberabwehr und Marinekapazitäten.

Kapitalmärkte entdecken den Verteidigungssektor

Diese geopolitische Neuausrichtung hat auch auf den Finanzmärkten Spuren hinterlassen. Der europäische Luftfahrt- und Verteidigungsindex .SXPARO legte 2024 angetrieben durch steigende Auftragsvolumina, bessere Margen und zunehmende staatliche Förderungen um rund 55 % zu. 

Ein Blick auf börsennotierte Rüstungsunternehmen zeigt ein breites Spektrum an etablierten Akteuren und neuen Marktteilnehmern:

  • Airbus SE – führend im europäischen Luftfahrt- und Rüstungssektor

  • Rheinmetall AG – deutscher Rüstungskonzern mit Fokus auf Panzer, Munition und Fahrzeugsysteme

  • Hensoldt AG – Spezialist für Radar- und elektronische Kampfsysteme

  • BAE Systems – britischer Rüstungsriese

  • Leonardo S.p.A. – italienisches Unternehmen für Luftfahrttechnik und Elektronik

  • Saab AB – Hersteller der Gripen-Kampfflugzeuge und U-Boote

  • Safran S.A. und Thales Group – führend in Verteidigungselektronik und Antriebssystemen

Auch die deutsche Renk Group, die 2024 erfolgreich an die Börse ging, zählt inzwischen zu den aufstrebenden Akteuren. Das Unternehmen liefert Antriebssysteme für Panzer und schwere Militärfahrzeuge.

Fazit: Rüstungsindustrie als Pfeiler europäischer Sicherheitspolitik

Der Großauftrag an Daimler Truck und Arquus steht exemplarisch für eine neue Phase europäischer Sicherheits- und Rüstungspolitik. In einem geopolitisch angespannten Umfeld und angesichts wachsender Anforderungen an Interoperabilität und Reaktionsfähigkeit bieten solche Kooperationen nicht nur wirtschaftliche Chancen, sondern auch politische Signale der Handlungsfähigkeit.

Während komplexe Großprojekte wie FCAS unter strukturellen Spannungen leiden, zeigen pragmatische Lösungen wie das Lkw-Programm, dass die deutsch-französische Achse weiterhin tragfähig sein kann. 


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