- Matthias Berninger sieht großen Kluft zu den USA.
- Europa muss sich auf Stärken in der Biotechnologie besinnen.
- Regulatorische Hürden gefährden europäische Landwirtschaft.
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Während häufig über eine wirtschaftliche Entkopplung von China diskutiert werde, bereite ihm vor allem ein Auseinanderdriften Europas und der Vereinigten Staaten Sorgen. Die Kombination beider Wirtschaftsräume sei entscheidend für globales Gewicht. In einer Welt, die sich von einer regelbasierten hin zu einer stärker machtbasierten Ordnung entwickle, seien europäische Unternehmen auf ein starkes Europa angewiesen, um international bestehen zu können.
"Europa muss sich auf Stärken besinnen"
Um zu vermeiden, von US-Präsident Donald Trump angezählt zu werden, sollten sich die Europäer auf ihre Stärken besinnen und ihrer Schwächen bewusster werden, sagte Berninger. So sei es zum Beispiel gut, dass Europa dabei ist, in der Landwirtschaft Biotechnologie voranzutreiben. "Das wird uns tatsächlich helfen, in Europa stärker zu werden."
Bei der Einführung von durch Genom-Editierung veränderten Lebensmitteln habe sich die gesellschaftliche Debatte zuletzt spürbar verändert. "Die Sorge der Menschen, was Nahrungsmittelpreise angeht, ist deutlich größer als die Frage nach der Technologie selbst", sagte der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete. Im Vergleich zu den 2000er-Jahren sei die Diskussion deutlich weniger aufgeheizt.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
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5
|
10
|
20
|
Entscheidend sei nun, ob Europa neue agrarbiotechnologische Verfahren tatsächlich zulasse. Ohne diese Technologien drohten langfristig erhebliche Produktionsverluste, insbesondere beim Weizen. "Europa wird im Weizen ohne diese Technologie nicht in der Lage sein, sich an den Klimawandel anzupassen", sagte der Manager. Das hätte nicht nur für Europa, sondern auch für Teile Afrikas "massive negative Folgen".
"Dann gehen die Lichter aus"
Sollten regulatorische Hürden für die Genom-Editierung so hoch gesetzt werden, dass neue Technologien wirtschaftlich nicht mehr einsetzbar seien, gefährde das die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft insgesamt. "Wenn Europa diesen Weg geht, dann werden im Weizenbereich die Lichter ausgehen", warnte er.
Der Agrarchemiekonzern Bayer (Bayer Aktie) ist sowohl in Europa als auch in Nordamerika stark vertreten, 2018 kauften die Leverkusener den US-Konkurrenten Monsanto. Dessen Unkrautvernichter Glyphosat ist umstritten, eine große Menge an Glyphosat-Klagen in den USA kosteten Bayer Milliarden. Zuletzt gab es in den Rechtsstreitigkeiten aber positive Entwicklungen, die dem Aktienkurs Auftrieb gaben. Berninger gab sich optimistisch, die Glyphosat-Altlasten bis zum Ende dieses Jahres signifikant zu reduzieren./bvi/DP/zb
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