Bundesbank-Präsident verurteilt Vorgehen gegen Chef der US-Notenbank
FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hat das Vorgehen der US-Regierung gegen den Chef der Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, verurteilt. "Das ist ein Unding", sage Nagel dem "Tagesspiegel". "Die Art, wie er politisch angegangenen wird, erschüttert mich bis ins Mark." Denn es seien die USA gewesen, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg die Bedeutung unabhängiger Zentralbanken gelehrt hätten. "Sie haben 1948 mit der Bank deutscher Länder in Frankfurt am Main das Fundament für die Deutsche Bundesbank gelegt."
US-Präsident Donald Trump geht seit Monaten mit einer Mischung aus öffentlichem Druck, persönlichen Beleidigungen und rechtlichen Drohungen gegen Powell vor. Die Staatsanwaltschaft in Washington ermittelt gegen Powell im Zusammenhang mit der kostspieligen Renovierung des Notenbank-Gebäudes.
Kritiker des Vorgehens sehen darin einen Angriff auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve - mit dem Ziel, von Trump geforderte Zinssenkungen durchzusetzen. Die Notenbanker senkten die Zinsen bisher nur langsam, um kein Wiederaufflammen der Inflation auszulösen. Nagel sagte, er kenne Powell gut und schätze ihn sehr. "Er macht für die USA nach wie vor eine sehr gute Geldpolitik und ist grundanständig."/bf/DP/jha
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