- 40 Menschen starben bei einem Brand in Crans-Montana.
- 116 Personen wurden verletzt, darunter viele Teenager.
- Die Tür zum Notausgang war in der Unglücksnacht verschlossen.
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Bei dem Brand waren 40 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Teenager. Funkensprühende Partyfontänen hatten bei der Silvesterparty im Kellergeschoss der Bar "Le Constellation" offenbar schalldämmenden Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. 116 Menschen wurden verletzt, Dutzende erlitten schwerste Brandwunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Als einzige Beschuldigte führt sie bislang die Barbetreiber Jacques und Jessica Moretti, die gegen Kaution auf freiem Fuß sind.
Servicetür oder Notausgang?
Nach Recherchen der "NZZ am Sonntag" erwähnte die Feuerpolizei im Verfahren um eine Baubewilligung 2015 eine West-Tür, die als Notausgang zu kennzeichnen sei. Mit dieser Auflage sei der Bau einer verglasten Veranda vor dem Haupteingang genehmigt worden. Moretti habe die Tür in Vernehmungen aber als "Servicetür" bezeichnet. Es habe dort auch kein Hinweisschild "Notausgang" gegeben. Mehrere Besucher hatten vergeblich versucht, aus dieser Tür zu kommen. Sie war schließlich von außen eingeschlagen worden. Mindestens eine Kellnerin, die hinter der Tür war, überlebte nicht.
Unklar sei, ob Moretti darüber informiert gewesen sei, dass die Tür als Notausgang zu kennzeichnen und freizuhalten sei, schreibt die Zeitung. Die Baubewilligung hatte der Gebäudebesitzer, nicht Moretti, beantragt. Gemeindepräsident Nicolas Féroud hatte nach dem Unglück gesagt, die Bar habe für die erlaubte Anzahl von Besuchern von je 100 im Erd- und im Kellergeschloss ordnungsgemäß zwei Notausgänge gehabt. Die West-Tür wäre ein dritter Ausgang. Wie viele Leute sich in der Silvesternacht in der Bar aufhielten, ist bislang nicht bekannt./oe/DP/jha
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