Bericht: Amerikaner wetten 1,9 Milliarden Dollar auf Midterms

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 70
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Der Wurf mehrerer Würfel bei einem Spiel (Symbolbild).
- pixabay.com

WASHINGTON (dpa-AFX) - Kurz vor den Midterms in den USA haben die Amerikaner laut einer Analyse fast zwei Milliarden Dollar (Dollarkurs) auf die Kongresswahlen gesetzt. Laut "Washington Post" wurden bis zum späten Montagabend knapp 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,7 Mrd. Euro) auf die Zwischenwahlen gewettet. Die Einsätze verteilen sich demnach auf mehr als 7.000 mögliche Ergebnisse - von der Aussage eines Kandidaten in einer Wahlkampfrede bis hin zum allgemeinen Kräfteverhältnis im Kongress.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Der größte Teil der Summe, etwa 1,3 Milliarden Dollar, wurde laut "Washington Post" auf der Plattform Kalshi gehandelt, während der Hauptkonkurrent Polymarket zufolge Handelsvolumina von etwa 600 Millionen Dollar verzeichnet habe.

"Die zunehmende Bedeutung dieser weitgehend unregulierten Märkte im Vorfeld von Wahlen - auf denen Wetten auf die buchstäblichen Mechanismen der Demokratie abgeschlossen werden - zeigt, wie tief sie sich seit ihrem Aufkommen vor etwa vier Jahren im amerikanischen Leben verankert haben", schrieb die "Washington Post".

Bei der Frage, wer die Midterms gewinnt, weisen beide Prognosemärkte laut dem Bericht tendenziell ähnliche Quoten auf. Kalshi prognostiziert demnach vorsichtig, dass die Demokraten sowohl das Repräsentantenhaus (93-prozentige Wahrscheinlichkeit) als auch den Senat (74-prozentige Wahrscheinlichkeit) gewinnen. Eine Analyse der "Washington Post" vom Juni ergab, dass Prognosemärkte zu den Vorwahlen die Gewinnchancen eines Kandidaten recht genau einschätzen konnten.

Zugleich warnt die Zeitung vor vorschnellen Schlüssen: "Die Republikaner haben immer noch eine Chance von 24 Prozent, die Mehrheit im Senat zu behalten - das entspricht in etwa der Wahrscheinlichkeit, zweimal eine Münze zu werfen und zweimal "Kopf" zu erhalten -, was kaum eine Überraschung wäre, sollte es tatsächlich passieren."

Bei den Kongresswahlen werden am Dienstag alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatsposten neu gewählt. Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump stehen unter Druck: Umfrage zufolge könnten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus erobern, während sich im Senat kein klares Bild abzeichnet.

Die bisherige Summe der Einsätze bei den Zwischenwahlen liegt laut "Washington Post" unter jener der Wahl 2024, als allein auf Polymarket mehr als 3,6 Milliarden Dollar darauf gesetzt wurden, ob Donald Trump oder Kamala Harris die Präsidentschaft gewinnen würde./als/ngu/DP/zb



Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren